Aus der positiven Absicht lernen

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positive Absicht erkennen und daraus lernen

Die positive Absicht einer Situation steckt oft dahinter

 

Über Konflikte kannst du hier schon einiges nachlesen. Du kannst kreativ mit ihnen umgehen oder sie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, so dass sie dich nicht beim Lernen stören. Konflikte werden nie ausbleiben. Es gibt sie immer. Um uns herum, zwischen uns und sogar in uns. All diese Möglichkeiten zu den Konflikten kannst du auf alle verschiedenen Konflikte anwenden.

Hier möchte ich dir aufzeigen, was du aus Konflikten lernen kannst. Sie können nämlich auch tolle „Lehrer“ sein, wenn DU es zulässt! Nutze die Chance, denn du weißt ja, wie man aus „Fehlern“ lernen kann. 🙂

Warum du aus Konflikten lernen kannst

Konflikte entstehen ja nicht aus dem Nichts! Ein Konflikt bedeutet, dass es verschiedene Sichtweisen gibt, die sehr unterschiedlich sind. Konflikte lassen sich nur lösen, wenn diese Sichtweisen beachtet werden und gemeinsam eine Neue gefunden wird. Oder einer gibt auf und zieht seine Argumente zurück.

„Alles in unserem Leben hat eine Absicht. Davon bin ich fest überzeugt! Auch ein Konflikt hat eine Absicht – und ich bin der Meinung, auch immer eine Positive“

 

Dein eigener Blickwinkel ist aus einer bestimmten Richtung, aus einer bestimmten Erfahrung mit einer bestimmten Haltung. Sonst würdest du es ja anders sehen. Wenn es zum Konflikt kommt, muss es da „gegenüber“ eine andere Haltung, Erfahrung, ein anderer Blickwinkel geben. ALSO: Du darfst lernen… diesen anderen Blickwinkel, diese anderen Argumente kennen lernen. Vielleicht hattest du das einfach nicht bedacht und du kannst nun deine Erfahrung erweitern. Schon hat der Konflikt eine positive Absicht :)­­­­­­

Welchen Nutzen du aus der positiven Absicht ziehen kannst

Wann immer dich etwas nervt, weil z.B. jemand anderer Meinung ist, oder etwas nicht so läuft, wie du es möchtest, kannst du aus der Situation etwas lernen. – Du musst nicht, aber du kannst… Belässt du das Ereignis einfach so und gibst die „Schuld“ auch dem Anderen, oder den Umständen, dann könnte es sein, dass du noch öfter in solche ähnlichen Situationen kommst. Schaust du dir das Ganze einmal aus dem anderen Blickwinkel an, dann lernst du etwas dazu. Nicht nur die andere Seite, sondern auch, dass das Ganze wahrscheinlich eine positive Absicht hat. Genau so, wie es abgelaufen ist, hat es irgendwo auch etwas Gutes.

Ich gebe zu, wenn man noch mitten drin sitzt, fällt es oft schwer, das Gute daran zu erkennen. Doch mit etwas Abstand gelingt es sehr oft! Ich weiß z. B. inzwischen aus der Erfahrung, dass SICHER ein guter Grund zu erkennen ist. Manche Menschen, die mich kennen sagen mir häufig, dass sie es schier unglaublich finden, dass ich in JEDER Situation auch noch etwas Gutes finde 😉

Ein Konflikt, eine misslungene Situation soll etwas Gutes haben, fragst du dich? Ja! Klick um zu Tweeten

Klar, wäre alles glatt gegangen, hättest du erreicht, was du ursprünglich wolltest. Und nun musst du umdenken. Zwei Beispiele:

Ein Konflikt mit deinen Eltern:

Sie geben dir Handyverbot, weil du eine schlechte Note hattest. Natürlich regst du dich auf, dass sie dir das Handy weg nehmen, oder deine Nutzung stark einschränken. Das ist in deinen Augen das Letzte. In ihren Augen, ist das die erste Wahl, dich dazu zu bringen, dass du nun mehr lernst, weil du ja nun mehr Zeit hast und dich besser konzentrieren kannst. – Ich weiß, das ist nicht so! Du kannst nun rummeckern, oder die positive Absicht dahinter suchen:

  • Mach dir doch mal klar, wozu du dein Handy wirklich brauchst. Was passiert tatsächlich Schlimmes, jetzt, wo du es nicht mehr hast?
  • Wie viel Zeit hast du jetzt tatsächlich mehr?
  • Was könntest du mit dieser Zeit machen?
  • Was würde passieren, wenn du während des Lernen auf dein Handy verzichtest, es also weg legst?

Wahrscheinlich hättest du dir diese Gedanken nie gemacht, wenn dir deine Eltern das Handy nicht weg genommen hätten. Ich bin mir ganz sicher, dass du, wenn du diese Fragen ehrlich für dich beantwortest, eine spannende Erkenntnis daraus ziehen kannst und dein zukünftiges Verhalten verändern kannst. Mehr noch, als mit schlauen Ratschlägen, denn die kennst du ja wahrscheinlich sowieso! 😉 – So lernst du aus dieser Situation durch eigene Erfahrung.

Du hast in einer Schulaufgabe eine schlechte Note geschrieben:

Eigentlich lag dir der Stoff, die Note reißt dich jetzt auch vielleicht nicht wirklich rein, aber du ärgerst dich über dieses Ergebnis. Und was ist jetzt die positive Absicht an dieser schlechten Note?

  • So leichtfertig sind Schulaufgaben nicht zu nehmen.
  • Du warst dir zwar sicher, aber scheinbar konntest du den Stoff doch nur oberflächlich.
  • Hast du dich vielleicht so sicher gefühlt, dass du in der Schulaufgabe so „überheblich“ warst, und die Aufgaben nicht wirklich sorgfältig gelesen hast? Dass du schon „erahnt“ hattest, was erwartet wird und dann auf deiner Gedankenautobahn dahin gesaust bist?
  • Wenigstens eine Wiederholung des Stoffes wäre sinnvoll, wenn dir eine gute Note wichtig ist.

D.h. diese schlechte Note zeigt dir, dass dein Verhalten leichtsinnig war und du dich mit etwas Aufwand leicht verbessern kannst. – Ein Warnschuss, der dir die Chance gibt, aus deinem Verhalten zu lernen.

Wie du die positive Absicht erkennen kannst

Die positive Absicht von einer Situation erkennst du, wenn du die Sache aus einem anderen Blickwinkel betrachtest. Dazu kannst du die Übung die ich dir in diesem Artikel beschrieben habe, benutzen oder du stellst dir einmal folgende Fragen:

  • Was hätte ich besser, bzw. anders machen können?
  • Was werde ich das nächste mal in einer ähnlichen Situation anders machen?
  • Wie hätte ich mich noch verhalten können, hätte ich geahnt, was passiert?
  • Was hätte noch Schlimmeres passieren können?
  • Was passiert jetzt, da es so gelaufen ist?
  • Welchen Nutzen habe ich jetzt davon?

Wenn du ehrlich und neugierig, und auch etwas kreativ bist, fallen dir – je öfter du so darüber nachdenkst – viele spannende Dinge ein.

Und dann?

Interessant ist es, wenn du nach einiger Zeit noch einmal auf die Situation zurück schaust. Nun werden dir viel leichter und viel offensichtlicher Dinge einfallen, wozu genau DIESER Verlauf der Sache gut war. Mit etwas mehr Abstand fällt es uns leichter, es ist schon etwas „Gras“ über die Emotion gewachsen und es haben sich noch andere Dinge ereignet.

Und dann…. kannst du daraus lernen.

Du kannst in einer ähnlichen Situation nun anders handeln, da du schon Erfahrungen gemacht hast. Klick um zu Tweeten

Denk dir doch einmal im Kopf durch, WAS du genau das nächste Mal anders machen könntest und WIE es sich dann verändern kann. – So gibst du deinem Gehirn schon einmal Beispiele, wie es beim nächsten Mal denken kann.

Für Eltern und andere Erwachsene – Auch für Sie ist ein „Geschenk“ dabei

Abgesehen davon, dass Sie diese Methode auch für sich selbst anwenden dürfen, können Sie einmal überlegen, welche positive Absicht Sie hinter dem Verhalten Ihres Kindes erkennen. Kinder handeln nicht aus Bosheit gegen etwas.

Mit ihrem Verhalten bringen Kinder etwas zum Ausdruck, für das ihnen die Worte fehlen. Klick um zu Tweeten

Immer wieder kommt es in den LernCoachings vor, dass Kinder ganz genau wissen, dass sie MEHR lernen sollten. Sie tun es nur EXTRA nicht, weil ihnen die Eltern ständig in den Ohren liegen. Für die Kinder / Jugendlichen fühlt es sich an, als bekämen sie ständig Vorschriften, wann sie was und wie zu machen hätten. Dabei wollen sie selbstbestimmt und autark sein, die Verantwortung selbst übernehmen. Z. T. können sie das noch nicht, doch wie sollen sie es lernen, wenn es ihnen niemals zugemutet wird?

Woraus haben SIE am meisten gelernt? Durch eigene Erfahrungen, oder durch die Erzählungen der Erfahrungen Dritter? 😉 – Das müssen Sie als Eltern einfach auch ein Stück aushalten….

 

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