Wie gut ist deine Fähigkeit zur Konzentration

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Wie du deine natürliche Fähigkeit zur Konzentration nutzen kannst

 

Was denkst du über deine Konzentration?

Auf einer Skala von 1 – 10… wo würdest du deine Konzentration einsortieren? (1 ist natürlich ganz wenig und 10 die höchste Möglichkeit).

Gleich die nächsten Fragen:

  • Bist du damit zufrieden?
  • Wo wäre es ideal?
  • Hältst du es für möglich dort hin zu kommen?
  • Ist dir deine Wunschkonzentration schon einmal geglückt?

Im letzten Artikel habe ich schon geschrieben, dass uns Konzentration angeboren ist. Doch trotzdem können wir uns nicht immer auf alles konzentrieren, was jetzt so zu tun wäre.

„Unser Körper ist ökonomisch! Er verschwendet keine Energie auf etwas, was ihm nicht wichtig erscheint!“

 

Und da haben wir es schon!

 

Konzentration gelingt leicht, wenn dir etwas WICHTIG ist! Klick um zu Tweeten

 

Wenn dich etwas interessiert, wenn DU etwas machen willst, dann bist du automatisch konzentriert. Also hast du die Fähigkeit zur Konzentration! Und jetzt machen wir uns daran, genau diese Situationen heraus zu finden.

Wann bist du konzentriert?

Bei welcher Tätigkeit würdest du deine Konzentration in der Skala bei 10 oder mindestens 9 eintragen?

Deine Konzentration ist so hoch wenn du:

  • total in die Arbeit, Aufgabe, Tätigkeit versunken bist.
  • gar nicht merkst, wie die Zeit vergeht.
  • nicht mitbekommst, dass dich jemand anspricht.
  • bei dieser einen Tätigkeit bleibst und dich gerade nichts anderes ablenken kann.
  • dir Dinge aus dieser Aufgabe gut merken kannst.

Also, in welcher Situation warst du schon (total) konzentriert?

Das kann vieles sein. Es muss überhaupt nicht mit Schule zu tun haben. (Darf aber 😉 )

„Notiere dir ein bis fünf Beispiele, in denen du konzentriert warst/bist.“

 

Welche Parallelen entdeckst du in den verschiedenen Situationen?

Sind es Dinge, die

  • du dir selbst ausgesucht hast?
  • dir Spaß machen?
  • dir leicht fallen?
  • du schon öfter gemacht hast?
  • die dich interessieren?
  • ein bestimmtes Ziel haben?

Was ist der Unterschied zu den Situationen, in denen dir Konzentration schwer fällt?

Auch hier kannst du dir einige Notizen machen.

 

Wie machst du das genau mit der Konzentration?

Jetzt ist es interessant, wie du zu dieser Konzentration kommst. Scheinbar kannst du es ja! – Soviel zum Thema „ich kann mich nicht konzentrieren“ 😉

Viele meiner Coachees zucken jetzt mit den Schultern: „Weiß nicht…. Keine Ahnung.“ – Ja, klar, das funktioniert ja auch automatisch.

 

Wenn du Konzentration gezielt herstellen willst, solltest du wissen, wie es dir sonst gelingt, dich zu… Klick um zu Tweeten

 

Also. Ein Beispiel:

Uli fährt schon lange Skateboard. Er möchte jetzt auf Waveboard umsteigen. Neulich im Park hat er ein paar coole Boarder gesehen. Wow! Er hat ihnen lange zu gesehen und sie über die Waveboards ausgefragt. Sie haben ihm einige Tipps gegeben. Er hatte noch genügend Geld auf der Seite, dass er sich eines kaufen konnte.

Damit er sich nicht ganz blöd anstellt, hat er auch im Internet nach Infos gesucht. Jetzt setzt er sein theoretisches Wissen in die Praxis um.

Puh… von vier auf zwei Rollen umzusteigen ist echt nicht so leicht wie gedacht. Dabei hatte Uli das Gefühl, dass er eine ziemlich gute Körperbeherrschung hat. Aber die Bewegungsabläufe sind doch etwas anders. Doch so schnell gibt er nicht auf. Immer wieder probiert er es. Und es geht immer besser.

– Unbewusst durchläuft er die ganze Zeit „Testreihen„. Er hat eine Vorstellung, was er machen möchte, wie es aussieht oder sich anfühlt.

„Er probiert es aus und vergleicht das Bild oder das tatsächliche Gefühl mit dem „Wunsch“. Passt es nicht, überlegt er, was er verändern muss, um sein „Ziel“ zu erreichen.“

 

Uli merkt überhaupt nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Bis sein Handy klingelt und er drauf schaut und bemerkt, dass unzählige Nachrichten und 8 verpasste Anrufe angezeigt werden. Er hat es nicht mitbekommen.

 

Was ist passiert?

Uli hatte ein Ziel, das er sich selbst gesteckt hat. Er wollte etwas neues lernen! Er hat sich Infos geholt und sich selbst Gedanken gemacht, wie er sein Wissen in die Praxis umsetzen kann. Er wusste, wo er sich weiter Hilfe holen könnte. Es war eine Beschäftigung, die nicht ganz neu für ihn war.

Wie hat das also mit der Konzentration geklappt. Denn die war da! Wenn er nicht mal die Nachrichten seiner Freunde mitbekommt!

  • ein Ziel
  • eine selbst gewählte Aufgabe
  • Vorinformationen
  • eine Vorstellung, wie das Ergebnis aussehen soll
  • die Umsetzung

Ja super! Bei einem Hobby geht das! – Aber in der Schule oder beim Lernen zu Hause?????

Darum geht’s jetzt:

 

Wie helfen dir diese Erkenntnisse jetzt weiter?

Jetzt ist Kreativität gefragt!

Wie kannst du DEINE Erkenntnisse, wie DU dich konzentrieren kannst in den Bereichen anwenden kannst, wo es eben nicht von selbst geht?

Nehmen wir wieder Ulis Beispiel:

Uli möchte sich in ungeliebten Unterrichtsfächern und bei den Hausaufgaben besser konzentrieren.

 

Punkt 1: ein Ziel

Hmmmm…. Guter Rat teuer?

Was könnte das Ziel sein, im Unterricht aufzupassen. Ja, das wär schon mal ein Ziel, aber spannend ist das nicht, oder? Wenn er im Unterricht aufpasst, bekommt er mehr mit und könnte sich mehr merken, dass er zu Hause weniger lernen muss und in der nächsten Stunde besser bescheid weiß.

 „Für die Hausaufgaben: er wäre schneller fertig. Eher raus, Freunde treffen, Waveboard fahren…“

 

Punkt 2: eine selbst gewählte Aufgabe

Oh! Das ist natürlich im Unterricht schwierig, denn das Fach steht ja auf dem Stundenplan.

Wie wäre es, wenn du dir die „selbstgewählte“ Aufgabe stellst, dem Unterricht zu folgen, Notizen zu machen oder eine kurze Zusammenfassung zu schreiben, Fragen zu stellen?

„Bei den Hausaufgaben ist das leichter: du suchst dir die Aufgabe aus, die du als erstes erledigst. 😉 „

 

Punkt 3: Vorinformationen

Im Unterricht: die Vorbereitung darauf. D.h. den Stoff der letzten Stunde präsent haben.

„Hausaufgaben: Den Unterrichtsstoff präsent haben 😉 „

 

Punkt 4: Eine Vorstellung, wie das Ergebnis aussehen soll

DEIN Ziel (von oben) ganz klar sehen. WIE ist es, wenn du dein Ziel erreichst? Im Unterricht und bei den Hausaufgaben – diese sind vollständig am selben Tag erledigt.

 

Punkt 5: Die Umsetzung

Einfach: TUN!

Am Anfang gehört vielleicht ein bisschen Überwindung dazu.

 

Ich habe niemals gesagt, dass es von selbst geht. Es kommt immer auf DEINE Initiative an! Klick um zu Tweeten

 

 Hinweis für Eltern und andere Erwachsene:

Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder sich leichter auch bei ungeliebteren Aufgaben konzentrieren können, wenn Eltern

  • ihren Kindern mehr Freiheitsspielräume für eigene Ideen lassen.
  • Zeit mit ihren Kindern verbringen.
  • ihren Kindern Vertrauen entgegenbringen.
  • ermuntern und Zuversicht vermitteln.
  • selbst in Balance und ruhig sind.
  • ihr Kind Kind sein lassen.
  • konsequent und verlässlich sind.

Eines ist ganz klar: Konzentration kann man nicht verordnen und Medikamente helfen evtl. im Extremfall symptomatisch, jedoch nicht nachhaltig. – Von den Lanzeitwirkungen ganz abgesehen!

Konzentrationstrainings zeigen dem Kind, dass es etwas nicht kann und daher hart trainieren muss. Ich halte es für sinnvoller, wenn Kindern anders gezeigt wird, dass und wie sie sich sowieso konzentrieren können!

UND: Können SIE sich immer auf alles ausdauernd konzentrieren? Wie verhalten SIE sich in schier endlosen Besprechungen und bei langweiligen Aufgaben???

„Kinder sind keine Automaten. Zeigen Sie Verständnis und unterstützen Sie konstruktiv!“

 

 

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