Hausaufgaben und ihr Idealzeitpunkt

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Wann mache ich am besten Hausaufgaben?

 

Hausaufgaben erledigen… ein leidiges Thema! Böse Zungen behaupten ja, dass Hausaufgaben nur erfunden wurden, damit Schüler am Nachmittag auch noch beschäftigt sind oder weil Lehrer Schüler damit ärgern wollen. – Naja… über den Sinn von Hausaufgaben kann man sich tatsächlich streiten. (Darüber habe ich kurz hier schon mal geschrieben)

Wie auch immer wir zwei darüber denken…

„Fakt ist, dass du welche auf hast und sie erledigen musst!“

 

Jugendliche erklären mir immer, dass es keinen idealen Zeitpunkt für Hausaufgaben geben kann, weil Hausaufgaben grundsätzlich doof sind. Schließlich rauben sie die Freizeit! – Ja! Da ist was dran! Lies mal weiter…

 

Was nützt es mir, den idealen Zeitpunkt für die Hausaufgaben zu finden? Klick um zu Tweeten

 

Es stimmt tatsächlich, dass es keinen allgemein gültig richtigen Zeitpunkt für die Erledigung der Hausaufgaben gibt! Es gibt nur einen, der für dich passt.

Hahaha… 😀 denkst du jetzt?

Doch glaub mir! Wenn du herausfindest, wann es für dich passend ist deine Hausaufgaben zu erledigen, dann wird dir das Ganze leichter fallen. Du arbeitest dann nämlich nach deinem eigenen Rhythmus statt dagegen.

„DEN richtigen Zeitpunkt gibt es nicht! Finden DEINEN!“

 

Das hat dir noch niemand erzählt? Das glaub ich dir! Denn jeder denkt, so wie er es macht muss es für alle anderen auch passen. Viele machen sich auch gar keine Gedanken darüber, sondern machen einfach, was andere sagen. Für die kann es ja passend sein, doch wenn es nicht für DICH passt, dann bringt es dich nicht weiter und noch dazu denkst du, dass es an DIR liegt! Dass DU nicht richtig bist! Und so etwas kann man beim lernen so gar nicht gebrauchen!

 

Was ist der ideale Zeitpunkt?

sofort

Da gibt es erst mal diejenigen, die nach Hause kommen, vielleicht noch schnell etwas essen und sich dann sofort dran setzen. Sie sind so am produktivsten. Sie können sich dann noch gut an die Inhalte der Schule erinnern und die Übungsaufgaben leichter lösen.

Ihr Denkmuster, ihre Überzeugung ist:

„Zuerst die Pflicht, dann die Kür.“

 

Ob sie sich das selbst ausgedacht oder übernommen haben weiß ich nicht. Nehmen wir mal an, sie haben es für sich herausgefunden. Sie haben dann alles erledigt und können sich an ihrer Freizeit freuen. Ihnen „hängt“ nichts mehr im Nacken.

 

später

Dann gibt es diejenigen, die nach Hause kommen und völlig erschöpft sind. Nach dem Essen sowieso! Sie brauchen erst einmal eine Pause und erledigen ihre Hausaufgaben irgendwann später. Sie müssen sich erst einmal erholen, bevor sie irgendetwas denken können.

Ihr Denkmuster, ihre Überzeugung ist:

„Immer mit der Ruhe!“

 

Auch da ist etwas dran. Die Gefahr ist dann, rechtzeitig zu beginnen. 😉

 

Alles ist richtig - wenn es zu DIR passt! Klick um zu Tweeten

 

Ich habe dir gerade zwei verschiedene Vorgehensweisen beschrieben. Vielleicht kennst du Menschen, die die eine oder die andere anwenden. Vielleicht hast du beides auch schon ausprobiert. Vielleicht bekommst du eine Strategie vorgeschrieben?

„Es gibt eben kein richtig und kein falsch!“

 

Es gibt nur die Methode, die eher zu dir passt. Und selbst dann kann es sein, dass mal die andere Vorgehensweise stimmt.

Ganz schön kompliziert? Nein! Flexibel 😉

 

 Und so findest du DEINEN idealen Zeitpunkt…

… hast du dich selbst schon mal beobachtet, wann dir die Hausaufgaben (unabhängig vom Fach) leichter gefallen sind? Natürlich hängt es auch an deiner Tagesform.

Falls ja, dann mach das in Zukunft so, wie es für dich besser passt. Entweder gleich nach der Schule – dann hast du es weg. Oder nach einer angemessenen Pause, vielleicht sogar abends! Dann genieße aber auch die Freizeit ohne schlechtes Gewissen, dass du noch was machen musst!

Eines gilt immer: Sei ehrlich zu dir! Sonst bringt dir das Ganze ja gar nichts!

„Was passt für dich? Wann gehen dir die Hausaufgaben leichter von der Hand?“

 

Falls du noch nie darauf geachtet hast, oder immer zur selben Zeit deine Hausaufgaben erledig hast, dann teste einfach mal. Teste aber bitte ein paar Tage lang, nicht nur einen Tag!

Wie geht es dir, wenn du gleich nach der Schule deine Hausaufgaben machst?

  • Wie fühlst du dich?
  • Hast du die Energie dazu?
  • Bist du konzentriert?
  • Kannst du dich noch an die Erklärungen aus dem Unterricht erinnern?
  • Schweifen deine Gedanken ab?

Die selben Fragen gelten auch für deine Beobachtungen, wenn du die Hausaufgaben später machst.

 „Wann fühlst du dich besser?“

 

Es ist sinnvoll darüber nach zu denken, denn dann kannst du deinen Eltern gleich eine gute Begründung liefern, falls sie meinen, abends kann man keine Hausaufgaben mehr machen, oder du solltest eine Pause einlegen.

 

Apropos Pausen: Kleinere sollten zwischendurch auch mal sein! 😉

 

Fazit: Mit dem für dich passenden Zeitpunkt wird es leichter, sogar schneller gehen!

Jetzt weißt du, welchen Nutzen du hast, wenn du den für dich idealen Hausaufgabenzeitpunkt findest. Du weißt, wie du es herausfinden kannst und welche Möglichkeiten es gibt. Nun ist es an dir, deinen idealen Zeitpunkt zu finden.

 

Trau dich! Arbeite nach DEINEM System! Klick um zu Tweeten

 

Probier es aus und du wirst feststellen, dass sich die Hausaufgaben nicht nur schneller und leichter erledigen lassen, sondern dass es auch noch (fast) Spaß macht!

 

Sei flexibel, wenn du mal einen Tag dazwischen hast, der es anders erfordert oder an dem du es einfach mal anders machst.

Noch etwas gilt: Erledigen musst du deine Hausaufgaben natürlich schon! 😉 Leider habe ich noch kein Mittelchen gefunden, wie sie sich von selber erledigen. Und Abschreiben in der Früh bringt dir leider keinen Nutzen (außer dass du sie überhaupt hast)!

 

Na dann…. Los geht’s! Und wenn du es herausgefunden hast, freu ich mich über deine Kommentar, welches DEIN idealer Zeitpunkt ist und wie du ihn herausgefunden hast?

 

Hinweis für Eltern und andere Erwachsene:

Vertrauen Sie Ihrem Kind, dass es seine Zeitstruktur findet! Je jünger es ist, um so mehr Unterstützung braucht es in diesem Prozess. Ältere Schüler können mit ehrlichen Fragen und Reflexionen unterstützt werden. Aber ACHTUNG: haben sie das Gefühl, dass sie belehrt oder ausgefragt werden, werden sie sich zurück ziehen!

Natürlich dürfen Sie Ihre Bedenken und Ängste äußern. Doch bitte im passenden Augenblick und der passenden „Grundmelodie“ 😉 – Wer möchte für seine Arbeitsweise schon gerne kritisiert werden? Vor allem, wenn es sich um ungeliebte handelt?
 

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