Hindernisse beim Lernen sind Stolpersteine – du kannst sie überwinden!

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Hindernisse beim Lernen sind Stolpersteine auf deinem Lernweg

Was du tun kannst, wenn dir Stolpersteine im Weg liegen und dich am Lernen hindern

Ich liebe Steine, Kieselsteine, größere Steine… Sie sind alle so wunderbar verschieden. Jeder sieht anders aus, sie haben verschiedene Formen, Farben, Muster und sind verschieden groß. Jeder fühlt sich anders an, glatt oder rau, abgerundet oder kantig. Sie sind verschieden schwer und je nach Außentemperatur fühlen sie sich warm oder kühl an.

Liegen sie mir jedoch vor der Nase, bzw. den Füßen rum und ich stolpere drüber finde ich das nicht mehr lustig.

Manchmal liegen auf unserem Lebensweg so Stolpersteine rum. Damit meine ich Hindernisse, die uns auf ihre ganz eigene Art blockieren. Die können – wie bei den Steinen auch – ganz unterschiedlich aussehen:

  • Menschen, die ich nicht mag, oder die mich nicht mögen
  • Themen, die mich nicht interessieren
  • Motivationsprobleme
  • mangelnde Konzentration
  • Verständnislücken
  • andere Probleme, die auch gar nichts mit dem Lernen zu tun haben

 

Warum du dir deine Stolpersteine genau anschauen solltest

Wir Menschen sind so gestrickt, dass wir das, was uns ärgert, hindert, oder gar verletzt nicht anschauen wollen. Wir negieren es, tun so, als ob es nicht da wäre und machen weiter wie bisher.

Schön blöd!

 

Schau dir die Stolpersteine auf deinem Lernweg an, damit du sie gut überwinden kannst! Klick um zu Tweeten

 

Diese Stolpersteine meinen es ja eigentlich nur gut mit dir! Doch wirklich! – Sie möchten dich auf etwas aufmerksam machen. Damit du das erkennen kannst, musst du sie dir allerdings auch genau anschauen.

Der erste Schritt dazu ist, sie dir erst einmal bewusst zu machen. Sonst läufst du immer gegen die selbe Wand oder stolperst immer über den selben Stein und nichts wird sich ändern. – Es ist DEINE Entscheidung!

Einer meiner Lieblingssprüche:

„Wenn du immer tust, was du schon immer getan hast, wirst du immer erreichen, was du schon immer erreicht hast!“

 

Ja, ich weiß, den muss man ein paar mal durch die Hirnwindungen ziehen lassen, aber er ist so richtig!

Willst du was anderes als bisher, TU etwas anderes!

Also: Werde dir deiner Stolpersteine bewusst, damit du sie überwinden kannst. Wenn du weißt, dass sie dir im Weg lieben und wie sie genau aussehen, kannst du entscheiden wie du vorgehst. Kletterst du drüber, gehst du außen rum oder buddelst du dich unten durch. – Übertragen natürlich 😉 – Aber du hast mich schon verstanden…

 

Und wie erkennst du nun die Hindernisse auf deinem Lernweg?

Ich schlage dir hier zwei Möglichkeiten vor, wie du die Hindernisse auf deinem Lernweg identifizieren kannst. Denn zuerst geht es einmal um das Erkennen, lösen kannst du sie noch später!

Such dir die Möglichkeit aus, die dich eher anspricht!

Versetze dich zunächst in das Gefühl, wenn du vor solch einem Stolperstein stehst. WIE genau fühlt es sich an, wenn du hängen bleibst, wenn du auf deinem Lernweg nicht weiter kommst?

  • Wo genau in deinem Körper kannst das Gefühl spüren?
  • Ist es groß, ist es eher klein?
  • Ist es kantig oder rund?
  • Hat es eine Farbe?
  • Gibt es ein Geräusch dazu?
  • Riecht es nach etwas?
  • Kannst du etwas schmecken?

Das Gefühl brauchst du so genau, damit du es auf deinem Weg identifizieren kannst. 🙂

 

Möglichkeit Eins:

Male dir einen ähnlichen Lernweg auf dein Blatt und positioniere einfach 3 Steine darauf. Stolpersteine sind Hindernisse auf deinem Lernweg

Nun geh ihn in Gedanken ab und konzentriere dich auf dein Gefühl. Kommt es wie oben schon identifiziert auf, dann notiere dir die ersten Dinge, die dir dazu einfallen, in dein ersten Stein. Dann gehst du weiter.

Es kann sein, dass dir das erst einmal komisch vorkommt, oder dir schwer fällt. Lass locker. Alles ist gut! Starte noch einmal und noch einmal.

 

Die zweite Möglichkeit ist diese:

Stell dich irgendwo im Raum hin (oder auch irgendwo draußen), so dass du etwas Weg vor dir hast. Stell dir dort deinen Lernweg vor. Nun geh ihn tatsächlich mit ganz kleinen Schritten ganz langsam und achtsam ab. Sobald du das oben identifizierte Gefühl wahr nimmst, stehst du vor einem Stolperstein. Konzentriere dich darauf, was dir dazu einfällt und merke es dir oder notiere es dir auf einem Zettelchen. Gib dir Zeit.

Sammle drei Stolpersteine.

Nun bist du schon einen großen Schritt weiter. Im nächsten Schritt analysieren wir deine Stolpersteine und suchen nach Lösungen.

 

Wie du mit den Stolpersteinen umgehen kannst

Da ich DEINE Hindernisse beim Lernen jetzt nicht kenne, kann ich dir nicht konkret sagen, wie du mit den Stolpersteinen umgehen kannst. Das mache ich allerdings im LernCoaching auch nicht.

 

Eigene Lösungen für die Hindernisse beim Lernen zu finden, ist viel effektiver, als Rezepte zu verfolgen. Klick um zu Tweeten

 

Ich gebe dir ein paar Beispiele für mögliche Hindernisse beim Lernen:

  • Das Thema interessiert mich nicht

Das kann gut möglich sein. Nicht alles kann und muss dich interessieren! Die Schule liefert eine „Grundbildung“ für ALLE Schüler. Niemand wusste beim Erstellen des Lehrplans, welche Vorlieben und Interessen oder Begabungen DU hast. Niemand weiß so genau, was DU später einmal machen möchtest.

„Manches, was du lernen sollst, brauchst du später nicht so wirklich. Anderes vielleicht doch und dann hast du schon mal eine Grundlage, auf der du weiter aufbauen kannst. „

 

Egal was, es führt gerade einfach kein Weg dran vorbei! Da musst du durch! Wichtig ist bei solchen Themen nicht, dass du jetzt hier der Oberstreber wirst. Wichtig ist nur, dass du dir eine Grundlage schaffst, die dich nicht gefährdet!

Finde Gründe DAFÜR. Finde Gründe, warum du ein Minimum des Themas interessant finden könntest um dir die Grundlage zu erarbeiten.

Was kennst du schon zu diesem Thema, woran du anknüpfen könntest?

Zu was könnest du das später evtl. mal brauchen?

Was ist der Sinn des Themas? – Frage ruhig mal deinen Lehrer und gib dich nicht mit der Antwort „Weil’s im Lehrplan steht.“ Zufrieden! – Frage Freunde, Eltern, andere Erwachsene, wozu dieses Thema wichtig sein könnte. – Vielleicht findest du ja etwas für dich.

Wenn gar nichts mehr hilft, dann ist es einfach der Grund, dass du dir von DIESEM Thema deine Noten nicht versauen lassen wirst! 😉

  • Ich kann mit diesem Lehrer einfach nicht

Auch das gibt es. Mit manchen Menschen kann man, mit manchen nicht. Kann auch sein, dass etwas zwischen euch vorgefallen ist, dass eure gegenseitige Sympathie beeinflusst hat.

Eigentlich sollte ein Lehrer ja so professionell sein, dass er es dich nicht spüren lässt. Das gelingt leider nicht allen.

Geht die Antipathie von dir aus, kann es sein, dass IRGENDEIN Wesenszug oder eine Äußerlichkeit des Lehrers dich an eine andere Person erinnert, die du nicht magst. – Unser Unbewusstsein trickst uns da manchmal ganz schön aus! Versuch das mal rauszukriegen. Dieser Lehrer ist eine andere Person!

Du kannst natürlich mit der Einstellung in den Unterricht gehen, dass der Lehrer einfach doof ist. – Doch was nützt es dir? – Du  machst dir doch damit selbst schlechte Laune!

 

Welche Gedanken kannst du dir machen, dass der Unterricht einigermaßen erträglich wird? 😉 Klick um zu Tweeten

 

Du wirst mit diesem Lehrer zumindest das bevorstehende Schuljahr zurecht kommen müssen… Was hat er Gutes an sich? Konzentriere dich einfach auf den Stoff, den er dir vermittelt und nicht auf die Person. – Dadurch schaffst du Distanz. Denn schließlich kommt es nicht darauf an, dass du den Menschen magst. Du musst nicht „Freund“ mit ihm werden! Er soll dir einfach nur den Stoff beibringen!

 

  • Immer wieder Misserfolge

Das ist natürlich doof. Das motiviert wirklich nicht, dran zu bleiben! Woher kommen die Misserfolge?

Hast du dir dein Ziel zu hoch gesetzt?

Sind es Wissenslücken?

Weißt du, wie du richtig lernen kannst?

Bereitest du dich auf Unterricht oder Schulaufgaben vor?

Hast du hinderliche Gedanken zu diesem Fach? (z.B.: Das kann ich nieeee…. Da war ich schon immer schlecht…. Bei uns in der Familie kann das keiner… Das brauch ich sowieso nieeee…. usw., usw…) – Stimmen die? Brauchst du die? – Dann entsorge sie feierlich und begib dich in neue „Welten“ 🙂

„Schreib mir doch in die Kommentare deine Stolpersteine, dann kann ich dir einen Impuls dazu geben und du kannst dieses Hindernis beim Lernen überwinden.“

 

Über den Nutzen dieser Hindernisse….

Oben habe ich ja schon geschrieben, dass diese Hindernisse beim Lernen sich ganz verschieden zeigen und bemerkbar machen können. Sie machen dich auf etwas aufmerksam. Was könnte das sein?

… dass du deine Gedanken überprüfen solltest?

… dass du lernen kannst, Person und Inhalte zu trennen?

… dass du deine Lücken füllst?

… dass du Lernstoff durchaus wiederholen solltest?

… dass dieses Thema einfach mehr Beachtung braucht?

Was ist das „Schöne“ an diesen Stolpersteinen?

Hast du deine Stolpersteine identifiziert, tritt doch einmal einen Schritt zurück und schau ihn dir genau an. Ein bisschen Abstand tut gut. Es eröffnet dir einen neuen Blickwinkel und du hast die Chance, den Nutzen zu erkennen, sonst geht es dir wie dem Huhn Klara. Wenn du magst, lies die kurze und nette Geschichte, die ich dir verlinkt habe.

Stolpersteine, die du ernst nimmst, die du wahrnimmst und genauer untersuchst zeigen dir neue Wege und lassen dich wachsen. Stolpersteine, die du nicht beachtest, lassen dich immer wieder scheitern und werden sich so lange zeigen, bis du sie beachtest!

Das gilt nicht nur für die Schule, das geht in Studium, Beruf und im ganzen Leben so.

 

Übe jetzt und werde zum Meister im Erkennen von Stolpersteinen auf deinem Weg! Klick um zu Tweeten

 

Hinweis für Eltern und andere Erwachsene:

Wie immer gilt: Bitte nicht demonstrativ darauf hinweisen, was SIE sehen und wie SIE es machen würden. Solche „Befehle“ laufen ins Leere oder werden mit Nichtachtung gestraft.

Bitten Sie um Erlaubnis, Ihre Beobachtungen mitteilen zu dürfen. Sie möchten doch auch nicht einfach von Kollegen oder Vorgesetzten belehrt werden.

Erklären Sie, was Ihnen auffällt, fragen Sie nach, ob Ihr Kind das auch so wahrnimmt. Sollte das nicht der Fall sein, kann es nun darauf achten, oder es muss selbst erst noch darauf kommen. Es ist SEIN Lernweg, nicht IHRER!

Auch wenn es hart ist, zu zusehen.

 

EIGENE Erfahrungen sind immer die besten Lehrmeister, als vorgekautes Wissen und Lösungen. Klick um zu Tweeten

 

Unterstützen Sie Ihr Kind beim Finden einer Lösung, wenn es das möchte oder bieten Sie ihm eine Coachingstunde bei einem LernCoach an um die Hindernisse beim Lernen überwinden zu können.

Solche Hilfe von außen ist sinnvoll, da sie neue Blickwinkel eröffnet, LernCoaches geschult sind, individuelle Lösungen zu finden und außerdem schont es Ihre Beziehung zu Ihrem Kind. 🙂

 

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2 Kommentare

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