Wie dich Konflikte nie mehr beim Lernen stören

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Wie dich Konflikte nie mehr beim Lernen stören

Wie du vermeidest, dass Konflikte dich vom Lernen abhalten

Konflikt kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „zusammentreffen, kämpfen“. Da treffen verschiedene Interessen zusammen und schon wird „gekämpft“. Das ist also wie im „richtigen“ Leben. Leider in der großen Welt immer wieder präsent. Warum sollte es dann im Kleinen ausbleiben? Verschiedene Interessen, also verschiedene Meinungen treffen aufeinander und wir sprechen von einem Konflikt. Manchmal stecken wir selbst mitten drin, manchmal sehen wir von außen zu und können evtl. schlichten oder auch nicht. Ein Konflikt entsteht zwischen zwei oder mehreren Personen / Gruppen oder sogar in einem selbst. Von einem Konflikt sprechen wir dann, wenn starke Gefühle mit im Spiel sind. Wut oder Aggression, die entstehen dann, wenn wir unser eigenes Interesse, unsere eigene Meinung nicht ausreichend vertreten können, oder die Anderen sie nicht gelten lassen und wir uns nicht einigen können.

Solche Situationen beschäftigen uns dann so sehr, dass wir kaum noch etwas anderes ins Auge fassen können. Doch warum ist das so?

 

Konflikte sind Emotionen und die sind stärker

Erleben wir etwas sehr schönes, dann denken wir die ganze Zeit daran und haben kaum Sinn für Anderes. Unser Gehirn arbeitet mit den Gedanken, die emotional stark sind.

Erleben wir einen Konflikt, einen Streit, eine Unstimmigkeit mit jemandem, ist ebenso unser emotionales Zentrum aktiv. Diesmal im negativen Bereich, aber auch dies ist stärker als Alltagsgeschehen oder gar Lernstoff, der einen nicht interessiert.

„Daher macht es in beiden Fällen Sinn, diese starken Emotionen zu Gunsten des Lernens für die Lerndauer bei Seite zu räumen.“

 

Es scheint im positiven Beispiel leichter zu fallen, als im Negativen. Das scheint so. Tatsache ist, dass es uns besser geht, wenn wir von etwas begeistert sind, uns etwas besonders gefällt. So lernen wir auch leichter, denn der Lernstoff lässt sich dann besser abspeichern.

Sind wir emotional negativ beeinflusst, geht es uns schlecht und wir haben wenig Energie. So haben wir kaum Kraft irgendetwas zu tun, schon gar nicht zu lernen. Nicht selten geben wir uns dem Selbstmitleid hin.

Also beeinflussen uns positive, sowie auch negative Gefühle. Konflikte machen uns zusätzlich noch kraftlos. – Wir lassen uns von ihnen beeinflussen und abhalten…

Verschiedene Typen werden verschieden stark beeinflusst

Tatsächlich betrifft es die verschiedenen Lerntypen unterschiedlich stark. Natürlich bestimmt auch der Persönlichkeitstyp, wie stark Konflikte und Stress vom Lernen abhält. Es gibt nur sehr wenige Menschen, die sich so sehr schützen können, dass sie nichts und niemand von ihren Vorhaben abbringt.

  • Ein visueller Lerntyp kann sich sehr schnell mit „neuen Bildern“ und der Vorstellung des Lernens, seines Ziels oder auch den Bildern des Lerninhaltes ablenken.
  • Für den auditiven Lerntyp ist es relativ leicht, sich vom Konflikt auf das Lernen zu lenken. Ihm hilft auf jeden Fall lautes Lernen und Vorlesen von Lerninhalten, oder auch mit anderen darüber zu diskutieren und zu reden.
  • Für den Kinästheten, der ja sehr auf „Harmonie“ aus ist und dem es wichtig ist, gut mit anderen zu sein und von den anderen gemocht zu werden, bedarf es einer großen Anstrengung, sich bei Konflikten auf das Lernen zu konzentrieren. Er ist eher in Gedanken dabei, wie er den Konflikt beseitigen kann, statt zu Lernen.

Je weniger wichtig der Konflikt ist, desto leichter ist es, beim Lernen zu bleiben. Ist ein Konflikt so stark, dass er dich beherrscht, dann brauchst du auf jeden Fall psychologisch professionelle Hilfe!

Doch automatisch einfach dem Konflikt die Bahn frei zu machen ist keine gute Lösung.

Es ist deine Entscheidung

Wieder kommt die willentliche Entscheidung ins Spiel. Der erste Schritt ist es, zu erkennen, WAS dich vom Lernen abhält. Übernimm du die Verantwortung für deine Gedanken und dein Handeln!

Sobald du dem Konflikt zu viel Raum gibst, obwohl du gerade etwas Dringenderes vor hast, wird er sich den Raum nehmen.

Entscheide du, was jetzt Priorität in deinem Leben hat. Klick um zu Tweeten

Alles andere kann erst passieren, wenn du dich entschieden hast. Damit nimmst du dem Automatismus die Grundlage! – Klar, das ist anstrengend. Doch das ist alles irgendwie. Und alles ist nur so anstrengend, wie wir es zu lassen! Anstrengung kann auch schön sein, das kennst du von deinen Hobbys!

Entscheidest du nicht, lässt es also geschehen, dann hast du eine gute Ausrede… du wolltest ja, aber…. Hey…. Dass ich nicht lache! Lässt du dir sonst auch die Zügel aus der Hand nehmen, wenn du wirklich etwas willst???? – Grins nicht so!

Übernimm die Verantwortung, statt die Schuld auf andere zu schieben

Im Laufe unseres Lebens übernehmen wir immer mehr an Verantwortung. Das macht uns selbstständiger, selbstbestimmter. Die Kehrseite der Medaille ist, dass wir niemanden mehr haben, auf den wir die Schuld schieben können.

Oft ist es ja so, dass wir manche Vorteile gerne annehmen, aber die damit verbundenen Nachteile, oder Konsequenzen lieber ablehnen würden…. Naja… Jede Sache hat immer mindestens zwei Aspekte oder Seiten.

„Deshalb ist es ja gut, dass wir nicht von unserer ersten Lebensminute an für alles die Verantwortung tragen“ 😉

 

Das habe ich dir schon einmal in der Geschichte mit dem Bus beschrieben. Lerne Stück für Stück die Verantwortung in deinem Leben selbst zu übernehmen. Immer wieder, immer mehr…. Auch generell bei Konflikten ist es sehr wertvoll, die Verantwortung für eventuelle eigene Fehler zu übernehmen. Ja, das ist in unserer Gesellschaft nicht üblich. Jeder schiebt die „Schuld“ gerne von sich und anderen zu. Doch wahre Größe zeigt sich, wenn du deine „Fehler“ zugibst und mal in einem Konflikt „5 gerade sein lässt“. Manchmal ist es klüger aufzuhören. 😉

Für Eltern und andere Erwachsene – Wie Sie für gute Stimmung sorgen können

Ich bin mir sicher, dass auch Sie als Erwachsener die Erfahrung machen mussten, wie sehr Streit oder Konflikte von der eigentlichen Arbeit ablenken und wie lange und sehr man dieser Emotion nach hängt.

„Vermeiden Sie Grundsatzdiskussionen am Morgen, bevor Ihr Kind in die Schule geht oder gar noch einen Test schreibt! Sagen Sie stattdessen lieber etwas Stärkendes, etwas, das Mut macht und an vergangene „Heldentaten“ anschließt. Gehen Sie im Guten in Ihre Tagesabläufe hinein“

 

Ständige Vorwürfe über das Lernen, bzw. das Nicht-Lernen helfen niemandem weiter. Sie bewirken oft genau das Gegenteil.

Natürlich soll das keine Aufforderung sein, alles in Harmonie zu packen und nichts Kritisches mehr sagen zu dürfen. Konflikte sind normal und auch wichtig! Doch bedenken Sie den Zeitpunkt und die Methode. Auch Sie haben sich überwiegend schöne Momente verdient und wollen Diskussionen oder Kritik sicher gewinnbringend für alle äußern ohne in nervenaufreibende Streiterein zu geraten.

 

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