Mythos Konzentrationsmangel

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Was man dir schon immer über Konzentrationsmangel erzählt und was davon stimmt…

 

„Konzentrier dich doch jetzt mal…“, „ich kann mich so schlecht konzentrieren…“, „Deine Konzentration lässt zu wünschen übrig!“ … Konzentrationsmangel ist wohl neben Faulheit und Desinteresse das schlimmste Übel in puncto lernen.

Was es mit diesem Mythos auf sich hat, beleuchte ich in diesem Artikel aus meinem Blickwinkel.

 

Denn die ständige Jammerei um Konzentrationsschwächen oder gar -Störungen geht mir echt auf die Nerven! Klick um zu Tweeten

 

Massenweise wird Eltern, deren Kindern und den Jugendlichen eingeredet, dass es Medikamente oder Konzentrationstrainings braucht. So ein Quatsch!

Meiner Meinung brauchen diese Kinder und Jugendlichen Beispiele, dass, wann und wie sie sich konzentrieren können um diese Fähigkeit gezielt einsetzen zu können.

„Jeder kann sich konzentrieren!“

 

Denn die Fähigkeit sich zu konzentrieren ist uns angeboren. Dummerweise kann man sie aber verlernen!

 

Was habe ich von der Konzentration?

Wie ich schon erwähnt habe, kann sich jede/r konzentrieren. Das geht manchmal von selbst, dass wir es gar nicht merken. Nämlich dann, wenn wir Dinge gerne machen und sie uns leicht fallen.

Und was hast du in diesem Fall davon?

  • Du vertiefst dich in EINE Aufgabe.
  • Du bist schnell fertig damit, weil du ja dabei bleibst.
  • Du bist aufmerksam und somit sinkt die Fehlerquote, du arbeitest sorgfältiger.
  • Du bist motivierter weiter zu machen – egal ob das selbe, oder ein anderes Thema.
  • Du schaffst in gleicher Zeit mehr Pensum.
  • Du kannst dir mehr merken, da dein Gehirn mitbekommt, dass es wichtig ist für dich.
  • Dein Gehirn belohnt sich selbst, wenn du eine Aufgabe fertig gestellt hast (Erfolgserlebnis).

 

Vielleicht findest du noch mehr Gründe?

 

Wenn es nicht von alleine geht, musst du dir die Konzentration mühsam herbei holen. Das gebe ich zu, so einfach ist das nicht.

 

„Auch Erwachsenen fällt es manchmal schwer, sich zu konzentrieren.“

 

 

Wie das mit der Konzentration funktionieren kann, darum geht es in den nächsten Artikeln. Doch ein bisschen einfacher wird es schon, wenn du dir klar machst, was du davon hast! Vielleicht hilft dir auch zu wissen, was Konzentration genau ist:

 

 

 

Was ist Konzentration überhaupt?

 

Bei der Konzentration „konzentriert“ sich alles auf ein Thema. D.h. du kümmerst dich nur um

EINE Aufgabe = ich lerne Vokabeln

EINE Tätigkeit = ich erledige meine Mathe-Hausaufgabe

EIN Ziel = ich schreibe diesen Deutschaufsatz fertig

 

DU entscheidest dich mit deinem Willen auf diese eine Aufgabe. Konzentration kann dir, genau wie Motivation nicht von außen bequem serviert werden! 😉

 

 

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Oder auch einer anderen Lichtquelle. Der Lichtkegel fällt auf einen bestimmten Bereich des Raums, auf den die Lampe gerichtet ist. Alles andere bleibt im Dunkel und ist somit für die Augen ausgeblendet.

 

Konzentrierst du dich auf EINE Sache, dann blendest du Störquellen und Ablenkungen aus. Du beachtest sie einfach nicht.

 

Im Internet kannst du viel über Konzentration finden. Ganz unterschiedliche Meinungen. Die einen sprechen von einer „Krankheit“ oder sind der Meinungen, dass Konzentration sich nicht willentlich lenken lässt. Konzentration wäre eine Kombination von passender Technik und genügend Übung, also Training. Mit entsprechenden Kursen oder Büchern verdienen sie viel Geld.

 

Ich bin da etwas anderer Meinung!

 

Meiner Ansicht nach ist Konzentration tatsächlich eine willentliche Entscheidung. Wie für alles, entscheidest du dich. Hier eben, dass du jetzt EINE Aufgabe erledigst und dir alles andere gerade nicht so wichtig ist.

 

Konzentration ist eine Form der Anstrengungsbereitschaft. DEINER Bereitschaft, etwas Anstrengendes zu… Klick um zu Tweeten

 

 

Bringst du diese Bereitschaft nicht auf, musst du mit den Folgen rechnen.

 

 

 

Wie sich Konzentrationsmangel auswirkt:

 

Sicher kennst du eine Situation, in der es dir schwer fiel, dich zu konzentrieren. Hängt es mit einem bestimmten Thema zusammen?

 

Erinner‘ dich mal kurz daran. Was fällt dir ein?

  • Dir geht es schlecht.
  • Deine Gedanken wandern ständig zu einem anderen Thema.
  • Dir fallen 1000 Sachen ein, die du unbedingt jetzt erledigen musst.
  • 1000 Ausreden fallen dir ein, warum du zuerst etwas anderes machen solltest?
  • Du sitzt über der Arbeit, aber kannst dir nichts merken?
  • Du liest 10 mal den selben Satz und weißt immer noch nicht, was du eigentlich gelesen hast?

Und sicher gibt es noch mehr.

 

Die Folge ist, dass du dein Potenzial nicht ausschöpfen kannst. Du kapierst den Inhalt nicht, du hast schlechte Noten. Die Folge davon ist, dass du denkst du bist zu blöd dafür. Aber das stimmt einfach nicht! Durch die entstehenden Misserfolge sinkt auch deine Motivation.

 

„Wozu sollst du lernen, wenn eh nichts hängen bleibt?“

 

 

Oft ist es eben nicht das Verständnis, sondern die mangelnde Konzentration. Aber:

 

 

Wie kommt es dazu?

 

  • Wenn dich ein Thema nicht interessiert, dann fällt es dir schwer, dich darauf zu konzentrieren. Schließlich gibt’s viel interessantere Dinge!
  • Vielleicht weißt du gar nicht, wozu du genau DAS brauchst, was du lernen sollst?
  • Du hast eher Lust, etwas anderes zu machen. Deine Anstrengungsbereitschaft ist gerade bei diesem Thema dauerabwesend?
  • Hast du dir jemals etwas zugemutet? Etwas durchgezogen, auf das du gar keine Lust hattest?
  • Wurdest du immer geschützt, wenn du dich einmal zu etwas überwinden hättest müssen?
  • Dann kann es sein, dass du gar keine Strategie hast, mit solchen Anstrengungen umzugehen.

 

„Wie wäre es, wenn du mit ganz kleinen Einheiten beginnst?“

 

 

Konzentration fällt auch schwer, wenn man Angst vor einem Thema hat.

  • Bist du mit deinen Gedanken schon in der Zukunft und malst dir aus, dass du es ja sowieso nicht schaffst?
  • Stören dich die Gedanken, dass du es UNBEDINGT schaffen musst, da es sonst Ärger gibt?
  • Geistert dir der Lehrer durch den Kopf, der dich auf dem Kieker hat und dir nichts zutraut?
  • Oder hängst du in der Vergangenheit und denkst an den letzten Misserfolg?
  • Was passiert, wenn du jetzt gerade nicht mitbekommst, was die anderen ausmachen und du dann nicht dabei sein kannst?

 

Hier lenkt dich die Angst ab.

 

 

Und Angst ist nie ein guter Lernbegleiter! Klick um zu Tweeten

 

 

Es kann auch sein, dass du es verlernt hast, dich zu konzentrieren:

Das passiert meist in früher Kindheit. Denn kleine Kinder sind in ihre Tätigkeiten (Spiel oder Beobachtung) völlig versunken. Unachtsame Erwachsene stören sie dabei ständig, indem sie sie einfach unterbrechen und ihnen ihre eigenen so wichtigen Gedanken aufzwingen. Oft werden die Kinder auch noch bestraft, dass sie nicht gleich reagieren und trainieren sich dann selbst auf zwei Dinge gleichzeitig zu achten. – Ihr Spiel und die Aufrufe der Erwachsenen.

 

 

 

Und jetzt?

 

Jetzt weißt du einiges zur Konzentration.

 

Vielleicht hat es dir schon ein bisschen weiter geholfen. Mehr wissenswertes gibt es in den nächsten Kapiteln zur Konzentration.

 

Ich helfe dir, herauszufinden, WANN und WIE du dich gut konzentrieren kannst. Denn wenn du das GENAU weißt, kannst du deine Fähigkeit zur Konzentration gezielt anwenden.

 

Ich werde dir in weiteren Artikeln einige Punkte erläutern, was die Konzentration beeinträchtigt und wie du sie herbei führen kannst. Eine kleine Übung hilft dir dabei. – Wir lesen uns!

 

 

 

Hinweis für Eltern und andere Erwachsene:

 

Die Aufforderung, sich doch endlich mal zu konzentrieren ist schnell gesagt. Und sie kann ganz schnell zu ganz schlechter Stimmung führen. Konzentration ist willentlich herbei zu führen. Wird sie das nicht auf Aufforderung, ist das ja wohl nur Provokation!

 

So einfach ist es dann doch nicht. Die Hintergründe zu wissen ist sehr hilfreich. Denn soooo schnell lässt sich Konzentration dann doch nicht erzwingen.

Wie wäre es mit einem Gespräch, das aufdecken kann, woran es liegt, dass Konzentration so schwer fällt?

 

 

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