Motivation stärken – so funktioniert es

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So kannst du deine Motivation stärken

Motivation stärken…. Aber wie????

Ich bin mal ganz ehrlich… Ich kenne NIEMANDEN, der die ganze Zeit nur motiviert durchs Leben tanzt. JEDER hat mal Momente, in denen ihm die Motivation abhandenkommt! Doch erfolgreiche Menschen haben nicht nur Glück, ihnen fliegt nicht ALLES zu. Sie wissen einfach, WIE sie ihre Motivation stärken können. Und dann beginnt eine Kettenreaktion. Motiviert beginnst du etwas, es macht dir Spaß. Du willst mehr davon, denn in deinem Gehirn werden Belohnungsstoffe ausgeschüttet, du machst weiter. Du hast Erfolgserlebnisse – schon wieder wird die Belohnungsgießkanne (wie Prof. Dr. Gerald Hüther sagt) aktiviert. Diese Erfolgserlebnisse prägen sich ein, davon willst du mehr, du weißt, wie du sie erreichen kannst. Deine ganzen Gedanken sind auf diese Erfolge ausgerichtet, so weiß dein Gehirn ganz genau, was du erreichen willst und hilft dir mit all seinen Kräften dabei. Und so dreht sich die Motivations-Spirale immer weiter nach oben. Und auch wenn es mal kniffelig wird, gibst du nicht auf! Das nennt man dann „erfolgreich“ 😉

 

Wie Motivation wirkt

Was ist Motivation überhaupt? Jeder spricht davon… „Ich kann mich nicht motivieren.“ „Mir fehlt einfach Motivation.“ Lehrer sagen gern mal, dass ihre Schüler nicht motiviert sind. Motivation hat seinen Ursprung natürlich auch im Lateinischen, es kommt von „movere“ – das bedeutet „sich in Bewegung setzen, sich bewegen“ 😉 Und darin liegt schon das Geheimnis… Man muss es SELBST tun!

In Motivation steckt dann auch noch das Wort „Motiv“ – das kennt man meistens aus dem Krimi… Jemand hat ein „Motiv“ für eine Tat. Ja, das gilt auch fürs Lernen. Hast du ein „Motiv“ fürs Lernen? Wenn nicht, fehlt dir in der Tat die Motivation. Wenn doch dann bist du motiviert. Motiv bedeutet hier „einen Grund haben“ oder im fotografischen Zusammenhang „Bild“. Beides passt auch zum Lernen.

„Denn wenn du einen GRUND hast, etwas zu tun, also ein BILD, was du erreichen möchtest, dann ist die Motivation automatisch vorhanden.“

 

Denn dieses Bild, dieser Grund zieht dich an, das möchtest du erreichen. Dein Gehirn stellt dir die Belohnungsgießkanne in Aussicht. Und nach Belohnung sind wir alle süchtig. Die Belohnungsgießkanne ist das Dopamin, der „Glücksbotenstoff“. So funktioniert das: Ein Schalter wird „angeknipst“ – das kann etwas äußeres sein (Musik, Duft nach Kuchen oder Essen, Parfum, du siehst etwas tolles…) oder ein inneres Bild (Motiv), eine Vorstellung dessen was du gerne hättest (gute Note, Erfolg). Das ist sozusagen der erste Dominostein, der umfällt. Dann werden blitzschnell Informationen im Gehirn weiter gegeben, die die Dopaminausschüttung aktivieren. Die Aussicht auf den Erfolg lässt uns loslegen, das wiederum aktiviert andere chemische Vorgänge in unserem Gehirn, die die körpereigenen Belohnungs- und Glückssysteme anstoßen.

Für alle, die es etwas wissenschaftlicher wollen: Das Belohnungssystem

Und hier nochmal schön zusammengefasst:

Und wie kannst du jetzt deine Motivation stärken? – Lies weiter…

Motivieren Sie mich mal! – verschiedene Motivationsarten

Um die Motivation zu stärken gibt es (mal wieder) kein Patentrezept. Bevor du weißt, wie es bei dir funktionieren kannst, möchte ich dir eben vorher ein paar Infos geben. Bisschen Geduld also – es wird sich lohnen! 😉

Immer wieder höre ich im Coaching, wenn Motivation fehlt, dass ich dafür zuständig wäre, ich wäre ja der LernCoach. MOMENT! Hier liegt ein gewaltiger Irrtum vor. Wahrscheinlich über Jahre angelernt.

Diese Schüler sind es gewohnt, Motivation von AUSSEN zu bekommen. Davon gibt es zwei Arten: Klick um zu Tweeten
  1. Belohnung: Für eine 3 in Mathe z.B. einen Euro, für eine 2 schon drei Euro und für eine 1 sogar fünf Euro. Fürs Rasenmähen gibt’s auch was und für ein gutes Zeugnis etwas Großes.
  2. Bestrafung: Bei schlechten Noten gibt es Hausarrest, oder das Verbot zum Sport zu gehen, damit noch mehr gelernt werden kann. Für Mitteilungen aus der Schule gibt es zu Hause dicke Luft und in der Schule gibt’s bei nicht erledigten Hausaufgaben Strafarbeiten.

Hmmm…. Diese Motivationsarten funktionieren gut. Auf den ersten Blick. Doch bei der Belohnung von außen tritt sehr schnell Gewöhnung ein. „Dafür soll ich mich anstrengen?“ Also muss die Belohnung größer, attraktiver werden…. Das Verlangen nach mehr und somit die Aussicht auf immer größere Belohnungen ist angestupst. Sicher kennst du das Bild vom Esel mit den Karotten vor der Nase. Dazu hab ich auch hier schon etwas geschrieben.

Bei den Bestrafungen sieht‘s auch nicht besser aus. Hier wird etwas nur erledigt um Schlimmeres zu vermeiden. Also Lernen aus und mit Angst! Wir wissen, dass Gefühle mit dem Lernstoff zusammen abgespeichert werden.

Also: Beides ist wohl nicht so wirklich erfolgreich. Du bist immer von anderen abhängig, entweder, dass sie dir eine Belohnung oder eine Bestrafung in Aussicht stellen. Na toll! Was machst du denn, wenn diese Instanzen mal nicht mehr da sind?

Wie DU dich SELBST motivieren kannst

Oben habe ich dir beschrieben, warum Motivation von außen nicht so gut funktioniert. Diese Motivation nennt man extrinsisch.

Am besten kannst du selbst von innen deine Motivation stärken. – Das nennt man dann intrinsische Motivation. Hierfür gibt es einige Ansatzpunkte:

  1. Erkennst du den Sinn in der Sache, die du tust. Jede Situation, in der du motiviert bist hat einen Sinn! Darüber hast du ja schon im Artikel über den Schweinehund WENN du motiviert bist, stellst du dir diese Frage natürlich nicht, da das ja automatisch geht.

„Welchen Gewinn hast du daraus, wenn du das tust? Aus welchem Grund machst du das? Welchen Sinn macht es?“

  1. Hast du ein klares Ziel? Woher sollst du dann wissen, wozu es Sinn macht? 😉 Wenn nicht, dann kannst du hier nochmal nachlesen…
Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige. – Seneca Klick um zu Tweeten
  1. Wenn du dir deine Motivationsstrategie ermittelt hast, kannst du diese auch wie eine Gebrauchsanweisung anwenden. (dazu im nächsten Artikel mehr)

Keine Bange, es ist einfacher als du jetzt denkst, dich selbst zu motivieren. Wahrscheinlich ist es dir jetzt beim Lesen des Artikels schon gelungen. Denn wieder einmal ist es DEINE Entscheidung. Wenn du schon mal hier bist, WILLST du ja etwas verändern.

Nicht nur beim Lernen

Du glaubst, dass du nur beim Lernen unmotiviert bist? Das kann im Moment evtl. der Fall sein. Sicher räumst du immer voller Freude und Motivation dein Zimmer auf und hilfst zu Hause im Haushalt, oder? 😉

Mangelnde Motivation wird dir immer wieder begegnen. Ich denke da in meinem Fall an meine Steuererklärung oder die Bügelwäsche. Es gibt viele Dinge im Alltag, die man vor sich her schiebt. Auch da kann man dann seine Motivationsstrategie anwenden. 🙂

Zu wissen, wie du deine Motivation stärken kannst, hilft dir dein ganzes Leben lang!

Für Eltern und andere Erwachsene – Motivation von außen hilft nicht wirklich!

Dass Belohnungen oder Bestrafungen in der Entwicklungsbegleitung von Kindern nicht nachhaltig funktionieren, haben Sie wahrscheinlich selbst schon festgestellt. Ein „funktionierendes“ Ergebnis ist nichts anderes als Dressur, aber sicher keine von innen gesteuerte Tätigkeit! – Ok, im Idealfall hat Ihr Kind selbst Spaß daran gefunden. Doch das kommt nicht so häufig vor! Dass Belohnungen und Bestrafungen in Lernsituationen nicht die Motivation stärken habe ich oben bereits beschrieben. Auch Gerald Hüther „predigt“ das immer wieder. Hier gibt es ein Interview von ihm dazu in Bezug auf den Arbeitsbereich. Doch das ist nur ein anderer Lebensbereich. Was wünschen Sie sich für sich?

Viel Spaß und Erfolg beim Umdenken.

 

 

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  1. Pingback: Deine Motivationsstrategie in 8 Schritten - Hundert Welten

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