Verantwortung übernehmen – die Zauberei für Lernerfolge

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Verantwortung für das Lernen übernehmen

Warum du die Verantwortung für dein Lernen übernehmen solltest…

Unsere Gesellschaft ist nicht gerade ein glänzendes Vorbild, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen. Ständig schiebt jeder den „schwarzen Peter“ jemand anderem zu. Das finde ich persönlich sehr feige. Verantwortung zu übernehmen hat etwas mit Mut zu tun. Es hat etwas mit erwachsen werden zu tun. Das gilt auch für das Lernen in eigener Verantwortung. Hier kannst du mehr darüber lesen…. – wenn DU die Verantwortung dafür übernimmst 😉

Was der Grund sein soll, die Verantwortung zu übernehmen?

Das kann ich dir ganz schnell sagen: Es macht dich frei. Es macht dich unabhängig von anderen. „Was soll daran Freiheit sein, wenn man alles selbst entscheiden soll?“, fragst du jetzt? Klar, es ist erst mal schon schön bequem, wenn man immer gesagt bekommt, was man zu machen hat und wann. Klar, so kennen wir das ja von Beginn unseres Lebens an. Zunächst bestimmen andere über uns. Doch mehr und mehr entscheiden wir selbst. Das gibt uns ein Gefühl der Freiheit. Und die Medaille der Freiheit hat zwei Seiten.

„Ich kann selbst bestimmen und ich bin dafür verantwortlich. D.h. dafür, was dann passiert mit meiner Entscheidung.“

 

Oftmals werden Misserfolge anderen zugeschoben. „Das konnte ich nicht schaffen, weil die Aufgaben zu schwer waren, weil wir das noch nicht hatten, weil der Lehrer mich eh nicht mag, weil der Lehrer das nicht richtig erklären kann, weil wir so viele Hausaufgaben auf hatten, dass ich das nicht auch noch lernen konnte, weil wir das ja gar nicht auf hatten…“

Oder es werden Hoffnungen an andere Personen oder Umstände geknüpft: „Wenn der Lehrer das gut erklärt, dann verstehe ich das; wenn ich Nachhilfe bekomme, pack ich das; wenn meine Freunde am Nachmittag nicht anrufen, schaff ich die Hausaufgaben; wenn die Lehrer nicht so viel aufgeben, kann man auch noch was lernen…“

Schade eigentlich, wenn deine Ergebnisse immer von außen bestimmt werden… Da stelle ich dir die Frage: „Who is driving the bus?“

 

Was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen

Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen muss man lernen. Vor allem wenn es beabsichtigt ist.

Als du ein ganz kleines Kind warst, hast du einfach Dinge gemacht. Was dadurch passiert ist, ist passiert. Erst nach und nach hast du erkannt, welche Auswirkungen deine Handlungen haben. Ging etwas schief, nahm es dir keiner übel. Manchmal wird Kindern sogar erklärt, dass der „böse“ Tisch schuld sei, dass sie sich angestoßen haben. Von dem Zeitpunkt ab, von dem du selbst erkennen kannst, welche Wirkungen deine Handlungen haben, wird von dir auch erwartet, dass du die Verantwortung dafür übernimmst.

Verantwortung zu übernehmen ist nicht immer einfach! Es erfordert Mut. Klick um zu Tweeten

Kennst du das? Du hast unbemerkt etwas kaputt gemacht. Auch noch unabsichtlich. Du tust so, als hättest du es nicht gemerkt, oder stellst es zurück und sagst niemandem davon. Dann wird es bemerkt und gefragt, wer es war. Aber du hältst den Mund und gibst es nicht zu. Vielleicht drückt dich das schlechte Gewissen, aber du hast nicht genügend Mut, es zuzugeben. – Du übernimmst die Verantwortung für das Missgeschick nicht.

Verantwortung übernehmen bedeutet hier zu sagen, was dir passiert ist, es dir leid tut und wie es wieder repariert oder ersetzt werden könnte.

Übrigens übernehmen auch viele Erwachsene die Verantwortung in solchen Situationen nicht! 🙁 – Wie du die Verantwortung nun für dich und dein Lernen übernehmen kannst erfährst du im folgenden Abschnitt.

 

So übernimmst DU die Verantwortung für DEIN Lernen:

Das Beispiel mit dem Missgeschick hat nichts mit dem Lernen zu tun, meinst du? – Doch, ich finde schon. Wenn du die Verantwortung für dein Lernen nicht übernimmst, kannst du auch etwas kaputt machen. Sogar ein bisschen absichtlich!

Nimmst du dein Lernen selbst in die Hand, kannst du es selbst gestalten und bist auf dem besten Weg auch Lernerfolge zu haben. Überlässt du das Lernen den Anderen, den äußeren Umständen oder dem Glück, machst du dir deine Lernerfolge kaputt.

„Verantwortung fürs Lernen zu übernehmen bedeutet also, zu entscheiden, was und DASS du lernst.“

 

Und zwar für DICH. Nicht für die Eltern oder die Lehrer, auch nicht unbedingt für die guten Noten, sondern für DICH. Für DEIN Leben und DEINE Träume. Denn tatsächlich ist es noch so, dass gute Noten mehr Wege eröffnen.

Verantwortung fürs Lernen zu übernehmen bedeutet auch, dass du Prioritäten setzt, was jetzt gerade wichtiger ist.

Entscheidest DU darüber, ob und was du wann und wie lernst und tust es dann auch, dann übernimmst du die Verantwortung für dich und deine Lernerfolge! Du bist nicht mehr abhängig, dass dir jemand vorschreibt, was zu tun ist. Du bist auf dem Weg zum Erwachsenwerden und kannst deinen Eltern auch beweisen, dass du selbstständig bist.

PSST: Oftmals ist es so, dass Eltern mehr erlauben, wenn sie erkennen, dass du bereit bist, Verantwortung zu übernehmen – und das messen sie halt einfach am Lernen! 😉

 

Üben für später…

Im Leben musst du immer wieder Verantwortung übernehmen. Das ist schön! Du bist dann selbstbestimmt. Das wünschen sich viele Erwachsene und merken gar nicht, dass sie es nur tun müssen… Klar gibt es immer wieder Bereiche, in denen einem gesagt wird, was zu tun ist, aber vieeeeel öfter kannst du es selbst bestimmen.

Ist dir das klar, wirst du ein verantwortungsbewusster Erwachsener. Diese Menschen brauchen wir! Diese Menschen bewegen und bewirken etwas! Jemand, der es scheut, Verantwortung zu übernehmen, wird niemals etwas bewirken! Das schaffen nur Menschen, die Dinge in die Hand nehmen!

Beginnst du in deinen Möglichkeiten UND beim Lernen Verantwortung zu übernehmen, dann kannst du schon mal für die großen Dinge üben! – Was kann passieren? Eine schlechte Note? Und? Geht davon die Welt unter? NEIN! Du lernst, dass du da noch was optimieren kannst!

Hab Mut! Nimm dein Leben und Lernen in die Hand! Übernimm die Verantwortung! Klick um zu Tweeten

Es wird nicht ausbleiben, dass du irgendwann nicht nur für dich, sondern auch für andere Menschen die Verantwortung übernehmen wirst. Für Freunde, mit denen du etwas unternimmst, für deinen Partner, für deine Eltern, für deine eigenen Kinder. Dazu ist es gut, wenn du schon ein paar Erfahrungen gemacht hast, wie toll es ist, selbst verantwortlich zu sein!

 

Hinweis für Eltern und andere Erwachsene:

Sie haben bis hier her gelesen und sich oft gedacht, wie toll es wäre, wenn Ihr Kind wirklich die Verantwortung mehr und mehr übernähme. Nicht nur für das Lernen, auch für andere Bereiche (Haushalt… 😉 ). Wie so oft gehören zu diesem Schritt zwei! Einer, der die Verantwortung übernehmen möchte und einer, der die Verantwortung übergibt!

Horchen Sie mal in sich hinein: Sind Sie WIRKLICH bereit, Verantwortungsbereiche an Ihr Kind abzugeben? Das bedeutet nämlich auch, dass Sie Kontrolle abgeben. Dass Sie Vertrauen zeigen, dass diese Bereiche übernommen werden. – Stehen Sie immer in „hab-acht-Stellung“ ob es JETZT endlich klappt und gemacht wird, wird Ihr Kind nicht frei sein, diese Dinge auch wirklich zu übernehmen.

Sie brauchen dazu etwas Geduld! „Bring den bitte den Müll runter!“ – „Ja, gleich…“ ist seeeeeehr dehnbar! „Gleich“ ist relativ 😉

 

Eine kleine Übung wie es Eltern leichter gelingen kann, die Verantwortung abzugeben:

Sorgen Sie für einen ruhigen Moment und einen ruhigen Raum. Nehmen Sie ein Kissen, einen kleinen Karton oder ein Geschenk in beide Hände und stellen Sie sich vor, Ihr Kind steht vor Ihnen. Übergeben Sie ihm nun ganz feierlich diesen Gegenstand, der die Verantwortung symbolisiert. Sprechen Sie ruhig einen Satz dazu. Etwa: „Mein liebes Kind, ich übergebe dir jetzt die Verantwortung für …. . Ich weiß, du bist soweit es auszuprobieren. Ich vertraue dir, dass du gut damit umgehst und stehe dir für Fragen immer zur Verfügung. Ich werde mich so gut ich kann zurück halten und dir deine eigenen Erfahrungen ermöglichen.“ – Wählen Sie Ihre eigenen Worte, das war nur ein Beispiel.

Diese Übung wirkt! Übergeben Sie Verantwortung und lassen Sie Ihr Kind auf dem Weg zum Erwachsenwerden wieder ein Stück los! – Das gilt nicht nur für das Lernen! Es funktioniert in jedem Alter! J

 

 

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