Vergessenskurve contra chillen

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Der Vergessenskurve entfliehen ...

Chill mal – es sind Ferien! – Oder: Wie die Vergessenskurve zuschlägt…

 

FERIEN!!!!!

Ein paar Wochen schulfrei! – Sch… auf die Vergessenskurve!

Unvorstellbar in den Ferien zu lernen! Endlich mal eine Zeit, in der Schule NICHT den Alltag bestimmt.

„Ja! – Aber…. „

 

Natürlich sollst du die Ferien genießen und dich nicht vom Schultakt bestimmen lassen. Ausschlafen – chillen – mit Freunden raus gehen – feiern…

 Was soll dann das „aber“?

Da gibt’s so was Blödes wie die Vergessenskurve… Vor mehr als 100 Jahren hat Hermann Ebbinghaus herausgefunden, dass das, was wir lernen nicht immer sofort zu 100% hängen bleibt. Das kennst du bestimmt: Im Unterricht denkst du noch, ok, geht, ist ja gar nicht so schwer, doch nachmittags bei den Hausaufgaben sind schon Lücken da. Oder du lernst und am nächsten Tag kannst du es nicht mehr gut…

Das ist NORMAL!!! Das liegt an der Vergessenskurve: Klick um zu Tweeten

 

Vergessenskurve

 

Das bedeutet, dass Wissen, das wir uns aneignen ohne Wiederholung sehr schnell wieder in Vergessenheit gerät. Ganz besonders, wenn:

  • Du noch kein / wenig Vorwissen dazu hast
  • Dich das Thema nicht sonderlich interessiert
  • Das Thema nicht so zu deinen Stärken zählt
  • Du Stress hast (Angst, Druck, Ärger, Konflikte)

„Nur 1x hören, oder anschauen genügt also auf Dauer nicht.“

 

Noch mehr zur Vergessenskurve findest du hier.

Es ist DEINE Entscheidung, wie du das jetzt umsetzt. Auch ich bin auf keinen Fall dafür, auch in den Ferien durch zu lernen (zur Ausnahme komme ich später)!

 

Wie kann ich sinnvoll wiederholen?

 Eine Idee wäre, jeden Tag eine Zeitspanne für Wiederholungen zu reservieren…. Vielleicht gleich am morgen, bevor du in den Freizeitteil des Tages startest? Oder irgendwann zwischendurch? Abends, wenn du nichts vor hast und eh zu Hause bist? Wann für dich der passende Zeitpunkt ist, weiß ich nicht. Das muss zu dir und deinem Rhythmus passen! (Darüber habe ich hier schon geschrieben).

Wenn deine Noten soweit für dich passen, ist es ja ok! Sinnvoll sind tägliche Wiederholungsphasen für Vokabeln z.B. Und da spreche ich von ca. 3x 10 Minuten! Kleine Einheiten mit wenig Vokabeln, dafür aber regelmäßig.

Mit Wiederholungsphasen wirst du zum Merkhelden Klick um zu Tweeten

 

Erstelle dir selbst einen Plan, wenn du regelmäßig wiederholen möchtest.

Vielleicht hast du auch „Intensiv-Nachhilfe“? Nutze es, frag nach, was du nicht weißt oder verstanden hast! Sei mit aller Aufmerksamkeit dabei, damit die Zeit auch wirklich etwas nutzt, dann kannst du auch deine Freizeit viel besser genießen!

 

Die Ferien-Ausnahmen…

Steht dein Jahr auf der Kippe? Wird’s eng mit dem Weiterkommen? Wenn du es wirklich möchtest, wär‘ es echt gut, wenn du dich aufraffst und die Ferien nutzt!

Bist du im Prüfungsjahrgang, dann wären die Osterferien jetzt der Zeitpunkt, an dem du echt angreifen solltest! Es gibt super gute Prüfungsvorbereitungsbücher. Hol sie dir und starte durch! Mach dir einen Ferienplan, wie viel des Tages du ins Lernen investieren möchtest und wie du es dir aufteilen willst. Dann beginne erst mal mit einfachen Themen.

 „Erst mal Einfacheres wiederholen… das motiviert für mehr.“

 

Grundlagen sind wichtig. Und sehr wahrscheinlich kannst du da noch mehr, als du dachtest. Kann sein, dass du ein bisschen brauchst, bis du wieder rein kommst. Dein Vorwissen ist vielleicht ein bisschen verstaubt, aber dann geht es wieder und es motiviert dich weiter zu machen! Bleib dran, jeden Tag und du hast noch immer genug Zeit zum Chillen! 🙂

 

Keine Zeit…. Bin nicht zu Hause…

Hahaha! 😀

Cool, wenn du die Ferien nutzt um weg zu fahren! Aber echt keine Entschuldigung, die ich gelten lasse!

Überleg dir, was du machen möchtest und nimm es dir mit! Wo auch immer du bist, wird es Momente geben, in denen du ein bisschen was machen kannst. Bei Verwandtenbesuchen hast du DIE ideale Ausrede um dich mal abzuseilen und kannst dir auch noch jede Menge Bewunderung und Respekt einhandeln!

 „Ich geh mal lernen….“

 

Fazit:

Carpe diem – nutze den Tag! Es gibt nicht nur lernen ODER Freizeit. Es geht auch beides! – Überleg dir, WAS du (erreichen) willst und dann überleg dir WIE du es dir einteilst.

Der größte Vorteil beim Lernen in den Ferien, also außerhalb der Schule ist: DU kannst es dir selbst einteilen und keiner gibt dir vor, was du machen sollst!

Wie immer ist es DEINE Entscheidung. Es ist nämlich auch DEIN Leben. Jetzt und später 😉 Klick um zu Tweeten

 

 Hinweis für Eltern und andere Erwachsene:

Besser als ständiges Erinnern „lern mal was“, „hast du schon gelernt“, „du wolltest doch….“, „wenn du nichts machst, darfst du nicht….“ usw. funktionieren Absprachen. Was nimmt sich Ihr Kind vor? Welche Unterstützung braucht es? Nachhilfe oder Tipps von Ihnen? Wann kann das geschehen? Sollen Sie kleine Erinnerungsimpulse geben? Wann und wie?

Klären Sie das alles ab, dann gibt es keinen Ärger, sondern alle Bedürfnisse sind klar auf dem Tisch. Sie möchten sicher, dass die Vorhaben umgesetzt werden und die Ziele erreicht werden, Ihr Kind möchte Eigenverantwortung statt Kontrolle, aber sicher auch noch ein bisschen erinnernde Unterstützung.

„Absprachen vermeiden Stress und Konflikte.“

 

Und tatsächlich brauchen Schüler auch Erholungsphasen und Zeit über die sie selbst verfügen können. Schlecht gelaunt in den Ferien über den Büchern zu sitzen – wahrscheinlich auch noch mit den Gedanken wo ganz anders – nützt niemandem! Meine Abschlussfrage: Wer ist für den Schulerfolg verantwortlich?

 

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