Wie du Fehler als Freunde sehen kannst

Kommentare 1

Fehler als Freunde – geht’s noch? JA… und wie! 😉

 

Am Lernen dran bleiben ist der meist geäußerte Vorsatz für das neue Schuljahr. Hattest du den auch schon mal? Und? Wie lange hat er gehalten?

Kontinuierliches Lernen ist eine Herausforderung. Sogar wenn du dir ein kraftvolles Ziel formuliert hast.

Doch wenn du wirklich willst, kannst du es schaffen! In diesem Artikel erkläre ich dir einen weiteren Trick, wie du dran bleiben kannst. #Lerntagebuch # Fehler

 

Kontinuierliches Lernen ist eine Sache der Gewohnheit

Hast du dir schon mal klar gemacht, was du eigentlich von der kontinuierlichen Lernerei hast? Klar ist Disziplin notwendig um das wirklich durchzuziehen. Jeden Tag dran bleiben, jeden Tag Hausaufgaben erledigen, dich auf den nächsten Tag vorbereiten. Vokabeln lernen. Wie das im Detail geht hab ich dir ja schon im Artikel „Lernplan erstellen“ beschrieben.

„Gerade Schülern, die das Lernen nicht so sehr gewöhnt sind, da sie es bisher auch nicht großartig nötig hatten oder es bisher nicht für nötig erachtet haben, hilft ein Lernplan sehr ins Lernen rein zu kommen.“

 

Ich hatte mal eine Schülerin, die immer gut in der Schule war. Doch plötzlich rutschte sie ab. Nach kurzer Zeit fanden wir heraus, dass sie nie besonders gelernt hatte. Ja, Hausaufgaben, aber das war es auch schon. Hatte ja vorher auch immer gereicht. Sie hatte überhaupt keine Ahnung, wie sie lernen sollte. Wir haben herausgefunden, welcher Lerntyp sie ist und dann einen Lernplan erstellt. Damit sie sich daran gewöhnt, hat sie ein Lerntagebuch geführt. Täglich hat sie aufgeschrieben, was sie sich vorgenommen hatte, was sie tatsächlich gemacht hat und wie es ihr dabei ging. Jeweils am Wochenende hat sie sich das Tagebuch angesehen und dann ihr Verhalten für die kommende Woche angepasst. Nach sechs Wochen brauchte sie weder ein Lerntagebuch noch den Lernplan. Sie hatte sich sehr schnell daran gewöhnt, regelmäßig zu lernen. Innerhalb kürzester Zeit hatte sie wieder ihre alt gewohnten Noten und sogar noch bessere!

Auch die typische „Saisonarbeit“ vor Schulaufgaben entfällt damit. Du bist immer auf dem aktuellen Stand und hast schon alles gelernt. So brauchst du nur noch kurz wiederholen, was dran kommt.

Über das Lerntagebuch kannst du in diesem Artikel mehr lesen.

 

Und was haben nun Fehler mit kontinuierlichem Lernen zu tun?

Fehler macht jeder. Wenn wir keine Fehler machen würden, würden wir uns ja nicht weiter entwickeln können. Das blöde an Fehlern ist nicht der Fehler an sich, sondern WIE wir damit umgehen!

Fehler kannst du nur vermeiden, wenn du nichts mehr machst, oder nur das machst, was du super gut kannst. Doch dann kommst du nicht weiter, außerdem wird es auf Dauer ganz schön langweilig! 😉

Hast du dich für kontinuierliches Lernen entschieden, werden Fehler nicht ausbleiben und gleichzeitig sorgen sie dafür, wenn du sie als FREUND erkennst, dass du kontinuierlich am Lernen dranbleiben wirst. Denn aus ihnen kannst du lernen!

Einen Fehler machen ist ok, jedoch einen Fehler noch mal zu machen ist dumm. Klick um zu Tweeten

Also solltest du dir den Fehler genauer ansehen und verstehen, WAS du genau „falsch“ gemacht hast. Dazu musst du dran bleiben, wenn du wirklich erfolgreich lernen möchtest.

 

Was passiert, wenn du Fehler als Freunde erkennst:

In unserer Gesellschaft bedeutet Fehler Versagen. Falsch, setzen, 6! Wir haben so eine verschobene Fehlerkultur, dass sehr viele Menschen ihre Fehler nicht mehr zugeben können. Das ist sehr schade!! Denn Fehler bieten so viel Entwicklungspotenzial. Ein Fehler zeigt dir, dass du dich in einem bestimmten Bereich noch verbessern kannst. Er zeigt dir, dass du evtl. genauer hinsehen oder arbeiten solltest, dass du genauer lesen kannst und achtsamer sein darfst. Viele machen ihre Fehler jedoch öfter, eben weil sie nicht genau hinsehen.

Schon Konfuzius wusste:

„Wer einen Fehler begangen hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen weiteren Fehler.“

 

Erkennst du Fehler als Freunde, die dich eben genau darauf aufmerksam machen, was noch zu tun ist, wirst du dich verbessern. Genau dazu sind Freunde ja da! Einen Fehler, den du korrigierst, wirst du sicher kein zweites Mal machen. Einen Fehler, über den du hinweg siehst, kann dir diesen Hinweis nicht geben! – Schade, damit übersiehst du ein großes Verbesserungspotenzial.

 

Eine neue Fehlerkultur

Du kannst nun warten, bis alle um dich herum anders über Fehler denken. Du kannst allerdings auch beginnen, für dich eine neue Fehlerkultur einzuführen. Was hält dich ab, anders über DEINE Fehler zu denken? – Die roten Markierungen, die dir zeigen, was du alles falsch gemacht hast? – Klar, ich wünschte mir auch, dass Lehrer mit grün alles markieren, was richtig ist. – Fang an, sieh deine Fehler als Freunde und lerne aus ihnen um besser zu werden.

Hör auf, über Fehler anderer zu lächeln oder gar zu lachen, sondern erkenne auch sie als Chance auf… Klick um zu Tweeten

Denn auch aus Fehlern anderer kannst du lernen. Fang an, bei Gelächter über Fehler aufzustehen und das Gelächter in Frage zu stellen. Irgendjemand muss ja beginnen, warum nicht DU? Ich habe bereits begonnen, machst du mit? Vielleicht nehmen sich die Erwachsenen auch ein Beispiel an dir. Sicher wirst du im Leben mehr erreichen, wenn du deine Fehler zugeben kannst und sie als Lernchancen erkennst, als ständig über sie hinweg zu gehen und dir auch noch das schlechte Gefühl des Versagens einzureden!

 

Hinweis für Eltern und andere Erwachsene…

Welche Fehlerkultur leben Sie als Vorbild? Wie gehen Sie mit Fehlern – Ihren eigenen und denen anderer um?

Sind die Kinder noch ganz klein, lächeln wir über Fehler, z. B. wenn sie sich versprechen oder Worte sehr witzig aussprechen, wenn sie umfallen, oder sonst etwas „niedliches“ machen. Und irgendwann ist dieser „Welpenschutz“ vorbei und wir schimpfen, wenn sie ein Getränk verkleckern, weil ihre Feinmotorik noch nicht so geschickt ist. Was ist überhaupt ein Fehler? Etwas „falsch“ zu machen, weil man es nicht „besser“ weiß? Etwas „falsch“ zu machen, weil man etwas übersehen hat? Vielleicht ist es ein Fehler, etwas absichtlich falsch zu machen, doch wer macht das schon?

Ist es ein Fehler, eine schlechte Note zu haben? Was würde passieren, wenn Sie mit Ihrem Kind darüber sprechen, wie es dazu kam und wie es dieses Ergebnis das nächste Mal vermeiden kann?

Was würde passieren, wenn Sie selbst mit Ihren Fehlern etwas gnädiger umgehen würden? Was würde passieren, wenn Sie in Ihrer Familie Fehler als Freunde sähen?

Ich wünsche Ihnen viele neue Lern-Freunde… 🙂

 

Bleibe auf dem Laufenden und hole dir weitere kostenlose Lernideen - LernCoaching do it yourself! Klick um zu Tweeten

 

Erzähle auch gerne anderen davon! – Trage dich in den Verteiler ein, so bekommst du regelmäßig Nachricht, wenn ein neuer Artikel erscheint. Hole dir deine LernCoaching-Hilfe frei Haus 🙂

 

Teile diesen Beitrag auf: Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someonePin on Pinterest
Loading Facebook Comments ...

1 Kommentare

  1. Pingback: Ziel erreicht – Rückschau halten - Hundert Welten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*