Wie sieht dein Zielbild aus?

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Das Ziel in einem Zielbild festhalten und dessen Kraft nutzen

Die Macht der Vorstellung – stell dir dein Zielbild vor!

Es gibt eine Untersuchung mit verletzten Sportlern, die ihr Training nicht absolvieren konnten. Das ist für Leistungssportler sehr schlimm, da sie tatsächlich ja an Leistung verlieren und viel wieder aufholen müssen.

Solch trainingsunfähige Sportler wurden also in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekam in der Gesundungsphase bestimmte Aufgaben: die Einen sollten sich auf ihr Gesundwerden konzentrieren und sich schonen. Die Anderen sollten sich in bestimmten Zeitspannen VORSTELLEN, wie sie trainierten. Also bewusst hinsetzen und ihren Trainingsplan im Kopf durchgehen, sich selbst, wie im Film, erleben, wie sie trainieren.

Natürlich wurden zu Beginn des Versuchs die aktuellen Fitnesswerte, sowie Muskelumfang usw. notiert. Nach der Versuchsspanne wurden die gleichen Werte wieder notiert und konnten so miteinander verglichen werden. Die Wissenschaftler stellten etwas Erstaunliches fest:

Diejenigen, die sich ihr Training vorstellten verloren weniger an ihrer Fitness, sowie der Muskelstärke, als diejenigen, die gar nichts taten, außer gesund zu werden. Ist das nicht irre? Natürlich waren die Muskeln nicht so stark, wie wenn sie wirklich trainiert hätten. Aber allein die Vorstellung des Trainings hat etwas bewirkt!

 

Dem Gehirn ist es egal, ob es real oder fiktiv ist

Das bedeutet also, dass wir unser Gehirn ein wenig austricksen können. Wenn wir ihm ein klares Zielbild geben, was wir erreichen wollen, wird es all seine Kraft einsetzen um genau dieses Bild zu erreichen. Es funktioniert also wie ein Navigationssystem.

Du zeigst deinem Gehirn schon einmal den Weg, wie es genau zu diesem Zielbild findet. Klick um zu Tweeten

Und noch klarer: Du weißt schon einmal, wie es aussieht, am Ziel. So kannst du gar nicht dran vorbei rennen 😉

Das ist genau derselbe Effekt, den wir immer „Glück“ oder „Zufall“ nennen, wenn Menschen, die sich etwas ganz stark vornehmen es auch erreichen. Menschen, die scheinbar Unmögliches erreichen: The american dream – Vom Tellerwäscher zum Millionär.

Oder dieses Beispiel, das du sicher schon kennst: Stell dir eine schöne, große, frische herrlich gelbe Zitrone vor… an einem heißen Sommertag… hmmm… oben hängt noch ein dickes grünes Blatt dran… dann schneidest du sie auf und drückst den wunderbar erfrischenden Saft raus….. – Schon während ich das hier schreibe, läuft mir das Wasser im Mund zusammen… 😉 – Schmeckst du schon, wie schön sauer sie ist?

 

Das unterscheidet erfolgreiche Menschen von den Erfolglosen

Wir nennen Menschen als erfolgreich, wenn sie ihre Ziele erreichen. Diese Menschen haben gemeinsam, dass sie sich quasi auf ihr Ziel „programmieren“. Sie wissen genau, wie es aussehen soll, wie es sich anfühlen soll, wenn sie das erreicht haben. Ihr Gehirn hat gar keine Chance, sich etwas anderes vorzustellen. Sie haben nur das eine Bild im Kopf! Klar, dass sie sich dann auch auf alles konzentrieren, was dorthin führt.

„Sie sind quasi so auf ihr Zielbild fixiert, dass sie gar nichts anderes machen werden, als alles, was darauf hinführt.“

 

Stell dir vor, du gehst zu einer Party bei einem Freund. Er wohnt nicht gerade in deiner Nachbarschaft, der Weg ist also ein bisschen weiter. Natürlich gibt es viele Möglichkeiten dort hin zu kommen. Du kannst mit dem Auto fahren (oder dich fahren lassen), vielleicht geht es sogar auch noch zu Fuß. Per Fahrrad ist möglich, oder auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Je nachdem wirst du schneller und direkter dort ankommen. Wirst du jedoch erst noch in die entgegengesetzte Richtung fahren oder einen Riesenumweg machen? Den machst du doch nur, wenn du vorher noch etwas besorgen oder erledigen musst. Du weißt genau, wo dein Freund wohnt, wie das Haus aussieht und sogar wo der Weg lang geht. Du hast ein klares Zielbild!

Das funktioniert im Leben genauso wie beim Lernen. Manchmal funktioniert es sogar, ohne dass du etwas dazu tust. Doch genau diese Kraft kannst du ja bewusst nutzen. Wie du ein Ziel formulierst, habe ich dir ja schon beschrieben. Jetzt kannst du noch einen Schritt weiter gehen.

 

Zielbild oder Zielcollage?

Erstelle dir dein individuelles kraftvolles Zielbild. Es kann klein oder groß sein. Klein kannst du es überall mit hinnehmen. Groß kannst du es in deinem Zimmer aufhängen. Dort, wo du viel hinschaust. Über dem Schreibtisch, über dem Bett, an der Tür…. Such dir einen Platz, der dir oft ins Auge fällt. 😉

Auch hier gibt es wieder kein richtig oder falsch. Es muss nur für dich passen. Wie sieht dein Ziel aus? Was braucht es dazu? Was wird alles sein, wenn du es erreicht hast? Das hast du dir beim Formulieren ja schon überlegt und nun bringst du es tatsächlich aus dem Kopf zu Papier. Manche können es wunderbar malen. Großzügig abstrakt oder sehr detailliert, mit Bleistift oder farbig. Völlig egal –

Hauptsache, dein Zielbild passt genau zu dir und gibt dein Zielgefühl wieder. Klick um zu Tweeten

Du merkst, wann es so viel Kraft besitzt, dass es dich wie von selbst motiviert. Wer seine kraftvollen Kopfbilder nicht in ein gemaltes Zielbild umsetzen kann, der kann sich auch eine Zielcollage erstellen. Durchforste Zeitschriften nach Fotos, Grafiken oder auch Überschriften, die genau zu deinem Zielbild passen. Schneide sie aus und setze sie zu einer Collage zusammen. Ob da viel drauf ist, oder nur wenig ist auch egal. Es muss ja DEIN Zielbild sein! Natürlich kannst du Collagentechnik und Malen auch kombinieren. Es ist alles erlaubt!

 

So nutzt du dein Zielbild auch weiterhin…

So, nun hast du dein Zielbild erstellt und an einem guten Platz in deinem Zimmer aufgehängt, bzw. wenn es ein kleines Zielbild ist, platzierst du es so, dass du es trotzdem immer im Blick hast.

Es nutzt dir nun unbewusst, denn du wirst oft hinsehen, ohne darauf zu achten, aber unser Unbewusstsein nimmt viel mehr Eindrücke auf, als wir uns merken können. Das wird anders verarbeitet, ist jedoch trotzdem präsent.

Bewusst kannst du dein Zielbild nutzen, wenn du dich motivieren möchtest. Klick um zu Tweeten

Du erinnerst dich also daran, welches Ziel du erreichen möchtest. D.h. du schaust mal wieder auf dein Navi! 😉 Sofort wird sich dein Körper daran erinnern, wie es sich anfühlt, wenn du das Ziel erreicht hast und all deine Kraft wird sich wieder darauf hin ausrichten.

 

Für Eltern und andere Erwachsene

Wie immer können Sie als Eltern diese Methode des Zielbildes ebenso anwenden. Doch auch das Zielbild Ihres Kindes bringt Ihnen einen Vorteil: Sie bekommen einen ganz besonderen Einblick in die Ziele und Vorstellungen Ihres Kindes.

„Seien Sie neugierig und vor allem offen. Ihr Ziel muss nicht mit dem Ziel Ihres Kindes übereinstimmen.“

 

Es ist völlig in Ordnung, dass Ihr Kind andere Ziele hat. Das Zielbild kann ein spannendes Gespräch ermöglichen. Lassen Sie sich erklären, welches Ziel Ihr Kind hat und wie es es kreativ umsetzt. Zeigen Sie Interesse an der Welt Ihres Kindes und unterstützen Sie es, seinen eigenen Weg zu gehen. Natürlich dürfen Sie achtsam auch Ihre Lebenserfahrungen und Ideen beisteuern. Doch leben muss Ihr Kind sein Leben selbst und somit hat es auch das Recht, es zu gestalten. 😉

 

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