Zeige dein Wissen – Lernen durch Lehren

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zeige dein Wissen und präsentiere es, um zu erkennen, wo du noch Lücken hast

Präsentiere und zeige anderen dein Wissen und lerne dabei dazu

Hier stelle ich dir eine andere Methode vor, wie du dein Wissen vor Schulaufgaben, Klausuren oder Prüfungen selbst überprüfen kannst und gleichzeitig auch noch dabei lernst. – Ist das nicht praktisch? Zwei Fliegen mit einer Klappe!

 „Zeige dein Wissen, präsentiere es und erkläre anderen die Inhalte.“

 

Warum das Sinn macht, wie das gemeint ist und gemacht wird und was du sonst noch so davon hast erkläre ich dir in diesem Artikel:

 Zu viel Aufwand? – Das ist dein Nutzen davon:

Du musst ja lernen, hast nicht viel Zeit, wem sollst du das überhaupt zeigen?

Berechtigte Einwände!

Dein Wissen zeigen, es anderen zu präsentieren ist kein zusätzlicher Aufwand, sondern eine Wiederholung und eben das Erkennen von eigenen Lücken.

 

Wiederholung mal anders - zeige dein Wissen anderen! Klick um zu Tweeten

 

Warum das kein Extra-Aufwand sein soll?

Weil du ja sowieso Zeit zur Wiederholung eingeplant hast 😉

Ob du nun, so wie es häufig verstanden wird, alles noch mal durch gehst, oder ein paar Übungsaufgaben extra machst oder dein Wissen anderen zeigst, ist vom Aufwand her egal.

Es ist einfach eine andere Art der Wiederholung. Eine Abwechslung, eine prüfungs-ähnlichere Methode, die deinem Gehirn spannender erscheint und du spielst die Prüfung gleich mal durch.

 „Probier doch mal was Neues aus!“

 

Wiederholungen, die du im Kopf durch gehst, sind „theoretischer“ und alles kommt dir klar und bekannt vor.

Wiederholungen, die du aussprichst, haben eine ganz andere Qualität! Du musst die Worte tatsächlich formulieren. Das geht viel langsamer (ein Wort aussprechen oder denken sind zwei ganz verschiedene Dinge!) Du musst dir wirklich klar sein, was du sagst, du musst strukturieren und viel genauer sein als beim Denken.

Dadurch wird dir sehr schnell deutlich, was du (noch) nicht weißt, oder eben nicht detailliert genug.

 

Beim Präsentieren setzt du dich ganz anders mit dem Thema auseinander

Präsentierst du dein Wissen musst du dir ganz anders Gedanken dazu machen, als wenn du nur vor deinen Unterlagen sitzt und über das Gelernte nachdenkst.

Du musst es strukturieren um es wiederzugeben. Wort für Wort, Gedanke für Gedanke. Du kannst nicht einfach wild los werden, was dir gerade so einfällt.

„Du brauchst einen roten Faden, einen Anfang, ein Ziel.“

 

Wenn du den Inhalt jemandem anderen erklärst, musst du mehr Wissen besitzen, als dein „Schüler“ hinterher wissen muss. Du musst Zusammenhänge wissen um Inhalte einfach erklären zu können.

Ich habe tatsächlich einen Trainer-Kollegen, der mir erzählte, muss er sich neues Wissen aneignen (ein Programm oder so), gibt er erst einmal ein Training dazu, dann kann er es hinterher auch. 🙂

 

Lernen durch Lehren ist ein erfolgreiches Konzept! Klick um zu Tweeten

 

Beim Präsentieren oder Erklären verdeutlichst du dein Wissen und merkst so sehr schnell, wo du selbst noch Lücken hast und dir unsicher bist. – Dann kannst du diese Lücken gezielt schließen. Oder du weißt, wo du Mut brauchst 😉

 

Vorbereitung für dieses „Prüfungsspiel“

Eigentlich brauchst du gar nicht viel dafür. Klar, schöner, „echter“ ist es, wenn du wirklich vor Personen präsentierst oder jemanden hast, dem du es wirklich erklären kannst.

Traust du dich nicht so richtig, oder ist grad keiner da, kannst du auch vor dem Spiegel oder in den Raum hinein üben. Wichtig ist, dass du es ernst nimmst, d.h. wirklich so tust, als hättest du Zuhörer! Stell dir dein Publikum so vor, wie du es gerne hättest. Vielleicht deine Freunde, Menschen die dich schätzen und stell dir vor, wie sie dir immer ermutigend zunicken! Verhaspelst du dich, ist es ja nicht schlimm. Atme durch und beginne noch mal.

„Zeige dein Wissen deinem Spielgelbild!“

 

Der Vorteil von echtem Publikum ist, dass du sofort sehen kannst, wie deine Präsentation ankommt. Du hast die Reaktionen, haben sie es verstanden?

Du kannst ihnen auch vorher kleine Aufträge geben, auf was sie achten und dich aufmerksam machen sollen. Z.B. ob du laut genug sprichst, ob du Zusammenhänge beachtest, ob evtl. Gedankensprünge machst, ob du Fachbegriffe erklären kannst. Lass sie dann noch Fragen zum Thema stellen, dann bist du wirklich auf die Probe gestellt. Denn so musst du flexibel reagieren und dein Wissen auf die Frage beziehen.

„Bitte deine Eltern, Lernpartner oder deine Lerngruppe, sich als Publikum zur Verfügung zu stellen.“

 

Gerade Eltern unterstützen doch gerne. So wissen sie wenigstens, wie sie dir helfen können, ohne die nervige Abfragerei machen zu müssen.

Wenn du gut und leicht übers Hören lernst, kannst du dir auch ziemlich zu Beginn deiner Lernphase eine Zusammenfassung selbst aufnehmen und sie dann öfter (auf dem Weg zur Schule, beim Spazierengehen oder Joggen oder im Fitnessstudio) anhören.

Deine Präsentation kannst du dir auch aufnehmen und dann selbst abhören und kritisch überprüfen, ob du alles gut wiedergeben konntest. – Allerdings weißt du halt viel und merkst Gedankensprünge oder Löcher nicht so leicht, als wenn dir jemand zuhört, der sich nicht so gut auskennt.

 

Präsentationen verlieren so auch überhaupt ihren Schrecken

Nicht nur, dass du so noch mal wiederholst und dein Wissen zeigen und überprüfen kannst, sondern du übst auch noch gleich das Präsentieren. Das brauchst du im Leben immer wieder. Übung macht bekanntlich den Meister und nimmt damit auch die Aufregung.

Vor anderen zu sprechen ist erst mal ungewohnt. Klar. Aber bei diesem Publikum kannst du ja erst mal sicher sein, dass sie dir nichts Böses wollen und dich unterstützen. Du wirst immer sicherer werden!

Lernst du mit einer Lerngruppe, könntet ihr euch die Themen auch aufteilen und jeder, bzw. eine Kleingruppe erarbeitet ein Thema intensiv und bringt es dann so den anderen bei!

 

Voneinander lernen und Lernen durch Lehren - zwei Fliegen mit einer Klappe! Klick um zu Tweeten

 

So könnt ihr voneinander profitieren! Ihr seid Experten und tauscht euch im Expertenkreis aus.

 

Hinweis für Eltern und andere Erwachsene:

Sicher kennen Sie das: Sie wollen Ihr Kind beim Lernen unterstützen, bieten Hilfe an, erinnern ans Lernen, ermahnen und setzen dann Konsequenzen, wenn nicht gelernt wird. Und? – Was hilft es? Meist bringt es erst mal Unfrieden.

„Bieten Sie Hilfe an, die auch wirklich nutzt!“

 

Dazu gehören Angebote und Absprachen. Stures Abfragen des Stoffes unterstützt stures Auswendiglernen und bringt in Prüfungssituationen herzlich wenig. Denn so wird das Wissen nicht flexibel abgespeichert.

Bieten Sie an Publikum zu sein, Fragen zum Verständnis zu stellen und auf Gedankensprünge aufmerksam zu machen. Sprechen Sie VOR dieser Präsentation ab, auf was Sie achten sollen, welche Hinweise Sie geben sollen. Sind keine erwünscht, gilt das auch! – Erklären Sie evtl. im Nachhinein, wo Sie nicht mehr mitgekommen sind, was Ihnen aufgefallen ist.

 

Geben Sie Feedback, ohne zu werten! Das ist nicht Ihre Aufgabe. Sie machen auf Wissenslücken aufmerksam! Klick um zu Tweeten

 

Das ist Hilfe zur Selbsthilfe. Ihr Kind kann sie annehmen oder auch nicht. Denn es ist selbst für seine Lernerfolge verantwortlich. Klare Absprachen, die Einhaltung und das Aushalten bringen Lernerfolge und entspannen die Beziehung.

 

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  1. Pingback: Teste dein Wissen in der Lerngruppe - Hundert Welten

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