Worauf richtest du deinen Fokus?

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Wo ist der Fokus?

Was hast du im Fokus?

Sommerpause? – Ich empfand dieses ganze Jahr bisher irgendwie als Pause. Und gleichzeitig kommt es mir vor, als würde die Zeit viel schneller vergehen als sonst. Sowieso nehme ich dieses Jahr vieles ganz anders wahr. Den Himmel, die Wolken, das Wetter…

Als mir das mit dem Himmel auffiel, kam ich ganz schön ins Grüblen. Hatte ich bisher nicht darauf geachtet? Ist mir das nicht aufgefallen? Weiß ich es nur nicht mehr? Ich hatte es nie in meinem Fokus…
Das mit dem Fokus ist so eine Sache.

Es passieren so viele Dinge gleichzeitig, dass wir kaum noch einen Fokus auf eine Tätigkeit oder Information richten. Das kann sinnvoll sein, denn dann bekommen wir viel mit. Allerdings nur oberflächlich. Wollen wir etwas vertieft wissen, dann müssen wir genauer hinsehen, verweilen, uns genauer damit beschäftigen. Das kennst du aus meinen Artikeln und Videos mit der Konzentration.

Worauf richtest du deinen Fokus? – Diese Frage stelle ich dir heute. Für die Sommerferien oder für den Beginn des neuen Schuljahres…

Warum ist das mit dem Fokus so wichtig?

In letzter Zeit habe ich mich viel mit der aktuellen Lage beschäftigt. Es gibt so viele Informationen, auch so viele gegensätzliche Darstellungen. Manches finde ich höchst erschreckend, anderes traumtänzerisch, und noch mehr mitten drin. Manchmal fühle ich mich wie in einer Waschmaschine im Schleudergang!

Dann überlege ich, worauf ich mich jetzt konzentrieren möchte. Also, worauf liegt mein Fokus… Klick um zu Tweeten

Auf der Angst, der Hoffnung oder der „Realität“? So stoppe ich den Schleudergang und komme wieder zur Ruhe. Sehr schnell geht es mir wieder gut und ich kann wieder klar denken.

Das war jetzt ein ganz allgemeines Beispiel. Ich könnte dir für jeden Lebensbereich mindestens eines nennen. Doch hier geht es ja hauptsächlich ums Lernen. Hier funktioniert das mit dem Fokus genau so.

Was nimmst du in den Fokus?

Bald beginnt das neue Schuljahr. Für die einen sehr bald, für die anderen dauert es noch ein bisschen. So komisch und ungewohnt das letzte halbe Jahr mit den Corona-Hygienemaßnahmen war, wird es sicher auch weiter gehen. – Das möchte ich hier gar nicht thematisieren. – Es soll hier nicht im Fokus stehen! ;)

Die Frage ist doch viel mehr, welcher Fokus mach Sinn, dass du das Schuljahr gut für dich gestalten kannst!

Wie nimmst du etwas in den Fokus?

Was soll in diesem Jahr passieren? Welche Erfolge möchtest du haben? Auf das solltest du dich fokussieren!

Ich weiß, immer wieder höre ich: „Wenn ich mich aber nicht zu sehr darauf freue, dann bin ich nicht so enttäuscht, wenn es nicht passiert!“ – Ja. Das hat tatsächlich auch eine Berechtigung. Allerdings wird dein Gehirn, wenn du für den Erfolg selbst verantwortlich bist auch nicht sein Bestes und die volle Energie geben. Denn du gibst dich ja mit dem Misserfolg zufrieden.
Dein Gehirn registriert sehr genau, mit welchen Gedanken, mit welchem Fokus du dich beschäftigst! Es gibt sogar einen Versuch, der beweist, dass es einen Muskelzuwachs gibt, wenn man sich nur vorstellt, den Muskel zu bewegen!

Dein Gehirn ist nicht wirklich ein Muskel und es nützt auch nichts, sich vorzustellen, wie man lernt – da kannst du es besser gleich wirklich machen! Doch es hat eine Auswirkung, ob du beim Lernen, in der Schule davon ausgehst, dass es gut ist und dich zum Erfolg bringt, oder ob du denkst, dass das Ganze ja sowieso nichts bringt!

Fokussiere dich auf das, was du willst. Male es dir aus. In Gedanken. Stelle dir vor, so als ob es Realität wäre, dass du den Erfolg, den du möchtest schon jetzt erreicht hast. Wie ist es? Wer ist dabei? Wie fühlt es sich an? Wie geht es dir? – Das geht so wie ich es dir schon bei den Zielen beschrieben habe.

Und darauf fokussierst du dich immer wieder. Komm immer wieder drauf zurück, auch wenn etwas mal nicht so geklappt hat. Es macht nämlich keinen Sinn, im Drama zu versinken. Im Gegenteil. Auch das hat seine Auswirkungen! Fokussiere dich darauf was du haben möchtest, wenn du dich darauf vorbereitest, also lernst. Wenn dir etwas schwer fällt, wenn es langweilig ist. Denke an das, was du willst!

Was ergibt sich daraus?

Wenn du das durchziehst, bist du ein Gestalter deines Lebens. Andernfalls bist du das Opfer der Umstände! Was willst du?

Entscheide dich und richte deinen Fokus bewusst aus! Lenkst du ihn nicht, wird er unbewusst gesteuert und evtl. auf das, was du gar nicht willst. Beim Fahrradfahren lenkst du doch auch, wenn du weißt, wohin du fahren willst. Nur für kurze Zeit nimmst du beide Hände vom Lenker, oder? Denn sonst landest du irgendwann im Graben!

Dich auf das Schöne, Erstrebenswerte, Positive zu fokussieren hat nichts mit einem Traumtänzer zu tun. Es ist nicht die rosarote Brille, die die Realität nicht sieht. Das ist es nur, wenn du selbst nichts dazu tust, dein Ziel – das was du willst – auch wirklich aktiv zu erreichen.

Gewöhne es dir an. Nicht nur für die Schulzeit, sondern für dein Leben. So kannst du es gestalten, steuern und bist nicht davon abhängig, was andere tun und wie die Bedingungen sind.

Ein schönes Sprichwort sagt:

„Gibt dir das Leben Zitronen – mach Limonade draus!“

Verfasser unbekannt

Das ist es, was ich dir sagen wollte. Ist dein Fokus bei den Zitronen auf dem sauren Geschmack, der dich alles zusammenziehen lässt? Oder ist es die leckere Limonade, die dich erfrischt?

Auch wenn die Umstände nicht gerade süß sind, kannst du etwas Schönes, Sinnvolles, Zielführendes daraus machen! Sei kreativ, schöpfe aus den Möglichkeiten!

Für Eltern und andere Erwachsene – gestalten lassen

Ja, ich weiß, es ist nicht immer einfach, die Jugendlichen machen zu lassen. Oft gibt es einen Fokus, der nicht in unserem „Sinne“ ist. Wir Erwachsene sehen weiter, haben schon Erfahrungen im Leben gemacht und rechnen nicht mit diesem Erfolg. Und doch ist es nicht unser Leben, sondern das Leben des Jugendlichen! Ich kann mich noch sehr genau an eine Situation erinnern, in der mich mein Vater auch davon abhalten wollte. Ich habe getobt und im deutlich gemacht, dass ich es aber so sehe und probieren muss. „Ich will mir meinen Kopf selbst einrennen!“, habe ich ihn tatsächlich angeschrien. – Ich glaube, es ist gut gegangen. Zumindest habe ich meine Erfahrung machen dürfen.

Und dann ist da noch die Vorbild-Funktion… Welchen Fokus haben wir als Erwachsene denn? Sehen wir eher schwarz, das Glas halb leer? Auch für uns ist Gedankenhygiene sehr wichtig! – Gehen Sie mit Ihrem „Pubertier“ ins Gespräch, in den Austausch, in die Diskussion. Dabei kommt es nicht darauf an, dass ein „richtiges“ Ergebnis raus kommt, sondern, dass beide Seiten reflektieren können!

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